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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Afghanistan: Risiko, Regionen & Prophylaxe

In Afghanistan besteht ein saisonales und regional begrenztes Malariarisiko – vor allem im bewässerten Tiefland unterhalb von etwa 2.000 Metern und in den schneegespeisten Flusstälern. Rund 80 bis 95 Prozent der Fälle gehen auf den Erreger Plasmodium vivax zurück, daneben tritt der gefährlichere Plasmodium falciparum auf. Übertragen wird vor allem von Mai/Juni bis November; Kabul und die Hochlagen gelten als weitgehend risikofrei.

Malaria-RisikoSaisonal, regional begrenzt; unterhalb ca. 2.000 m Höhe
ÜbertragungszeitMai/Juni bis November; P. falciparum vor allem August–Oktober
Betroffene GebieteBewässerte Fluss- und Reisanbaugebiete im Tiefland (Osten, Norden)
Risikoarme GebieteKabul und Höhenlagen über ca. 2.000 m
HaupterregerPlasmodium vivax (rund 80–95 %), daneben P. falciparum
Empfohlener SchutzMückenschutz; in Risikogebieten je nach Route Chemoprophylaxe

Gibt es in Afghanistan Malaria?

Ja, Afghanistan ist ein Malaria-Land, allerdings mit deutlich saisonalem und regional begrenztem Risiko. Übertragen wird die Erkrankung durch die Anopheles-Mücke, die hier vor allem in bewässerten Ebenen, Reisfeldern und schneegespeisten Flusstälern brütet. Das Land zählt zu den Ländern Zentral- und Südasiens mit relevanter Malarialast, wobei sich die Übertragung auf tiefere Lagen konzentriert.

Eine wichtige Rolle spielt die Höhe: Oberhalb von etwa 2.000 Metern findet praktisch keine Übertragung statt. Da große Teile Afghanistans gebirgig sind, gelten die Hauptstadt Kabul und viele Hochlagen als weitgehend risikofrei. Eine allgemeine Einordnung weltweit bietet unsere Übersicht der Malaria-Risikogebiete und der Hub Malaria in Asien.

Wo und wann ist das Risiko am höchsten?

Am höchsten ist das Risiko im bewässerten Tiefland, vor allem im Osten und Norden des Landes. Entscheidend ist neben der Region die Jahreszeit: Die Übertragung von Plasmodium vivax läuft etwa von Mai/Juni bis November, während zwischen Dezember und April kaum Fälle auftreten. Der gefährlichere Plasmodium falciparum hat ein kürzeres Zeitfenster mit einem Gipfel von August bis Oktober.

Wer also im Winter oder ausschließlich in Höhenlagen unterwegs ist, hat ein sehr geringes Risiko. Für Aufenthalte im sommerlichen Tiefland steigt es dagegen deutlich. Bemerkenswert ist zudem, dass in Afghanistan die auch in afrikanischen Städten vordringende Mücke Anopheles stephensi zu den Überträgern zählt.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Afghanistan?

Das hängt stark von Route und Reisezeit ab. Für Aufenthalte in den tiefer gelegenen Risikogebieten während der Übertragungssaison kann eine medikamentöse Vorbeugung sinnvoll sein, während für Höhenlagen oder Reisen im Winter oft der konsequente Mückenschutz genügt. Weil chloroquinresistente Erreger vorkommen, kommen als Prophylaxe vor allem Atovaquon-Proguanil und Doxycyclin in Betracht.

Welche Strategie zu Ihrer Reise passt, klärt eine reisemedizinische Beratung – auch mit Blick auf die allgemeine Sicherheitslage, die vor jeder Afghanistan-Reise sorgfältig zu prüfen ist. Eine Gegenüberstellung der Mittel bietet unser Vergleich der Prophylaxe-Medikamente, Grundlagen die Seite zur Malaria-Vorbeugung.

Warum ist Plasmodium vivax wichtig?

Mit 80 bis 95 Prozent dominiert in Afghanistan Plasmodium vivax, der Erreger der Malaria tertiana. Sie verläuft seltener lebensbedrohlich als die Malaria tropica, hat aber eine tückische Besonderheit: Ruhende Leberformen können noch Wochen bis Monate nach der Reise Rückfälle auslösen.

Deshalb kann nach einer nachgewiesenen Vivax-Malaria eine zusätzliche Behandlung gegen diese Leberstadien nötig sein. Zugleich sollte der gefährlichere Plasmodium falciparum nie unterschätzt werden. Treten nach der Rückkehr Fieber oder grippeähnliche Beschwerden auf, ist immer an Malaria zu denken – auch nach längerer Zeit; mehr dazu unter Symptome. Konsequenter Mückenschutz mit DEET oder Icaridin, langer Kleidung und Moskitonetz bleibt der wichtigste Basisschutz.

Häufige Fragen zu Malaria in Afghanistan

Brauche ich für Kabul Malariatabletten?

Kabul liegt in großer Höhe und gilt als weitgehend malariafrei. Wer sich auf die Hauptstadt oder Höhenlagen über 2.000 Metern beschränkt, benötigt in der Regel keine Prophylaxe, sondern nur Mückenschutz.

Wann ist das Malariarisiko am größten?

Von Mai/Juni bis November, mit einem Schwerpunkt im Spätsommer und Frühherbst. Zwischen Dezember und April ist die Übertragung sehr gering.

Welche Malaria-Form kommt in Afghanistan vor?

Überwiegend die Malaria tertiana durch Plasmodium vivax, die Rückfälle auslösen kann, daneben die gefährlichere Malaria tropica durch Plasmodium falciparum.

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Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Angaben zu Medikamenten stellen keine individuelle Dosierungsempfehlung dar. Nehmen Sie mehrere Wochen vor der Reise eine persönliche reisemedizinische Beratung wahr und prüfen Sie die aktuelle Sicherheitslage.