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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Asien: Risikogebiete & Länderüberblick

In Asien ist das Malariarisiko meist regional begrenzt: Betroffen sind vor allem ländliche Grenz-, Wald- und Tieflandgebiete, während Großstädte, Badeorte und viele Touristenregionen als risikoarm gelten. Neben Plasmodium falciparum spielt hier der Erreger Plasmodium vivax eine große Rolle. Zwei beliebte Inselziele – Sri Lanka und die Malediven – sind offiziell malariafrei.

RisikoprofilMeist regional begrenzt, ländlich – Städte oft frei
HaupterregerPlasmodium falciparum & Plasmodium vivax
BesonderheitArtemisinin-Resistenzen in der Mekong-Region (Grenzgebiete)
RisikoarmGroßstädte, klassische Badeorte, viele Kulturrouten
Malariafrei (WHO)Sri Lanka (2016), Malediven (2015)
Häufiger SchutzOft Mückenschutz + Standby-Notfallmedikament statt Dauerprophylaxe

Wie verbreitet ist Malaria in Asien?

In Süd- und Südostasien ist das Malariarisiko für Reisende in der Regel deutlich geringer und stärker regional begrenzt als in Afrika. Übertragen wird die Erkrankung durch die Anopheles-Mücke, doch die Herde liegen meist in ländlichen Wald-, Grenz- und Tieflandgebieten. Große Städte wie Bangkok, Hanoi, Delhi oder Colombo sowie die meisten klassischen Bade- und Kulturziele gelten als risikoarm bis malariafrei.

Eine Besonderheit Asiens ist der hohe Anteil von Plasmodium vivax. Dieser Erreger verursacht die Malaria tertiana, die seltener lebensbedrohlich verläuft als die Malaria tropica, aber noch Monate nach der Reise Rückfälle auslösen kann. Daneben kommt in den Grenzregionen des Mekong ein weiteres Problem hinzu: Dort sind teils Resistenzen gegen das wichtige Wirkstoffprinzip Artemisinin aufgetreten, was die Wahl von Prophylaxe und Therapie beeinflusst.

Welche Regionen sind betroffen?

Das Risiko konzentriert sich auf ländliche Randgebiete. In Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha und Myanmar betrifft es vor allem bewaldete Grenzregionen, während Metropolen, Tempelstädte wie Angkor oder Bagan und die großen Strände weitgehend frei sind. In Indonesien ist der Osten (Papua) ein Hochrisikogebiet, während Bali und Java praktisch risikofrei sind.

Auch auf dem indischen Subkontinent ist das Risiko regional: In Indien, Nepal (Terai-Tiefland) und Bangladesch (Chittagong Hill Tracts) treten Fälle vor allem in ländlichen Gebieten und nach dem Monsun auf. Auf den Philippinen beschränkt sich Malaria auf einige Inseln wie Palawan und Mindanao, während Manila, Cebu und Boracay als frei gelten.

Welche asiatischen Ziele sind malariafrei?

Zwei besonders beliebte Inselziele sind heute offiziell malariafrei: Sri Lanka wurde 2016 von der WHO zertifiziert, die Malediven bereits 2015. Für beide ist keine Malariaprophylaxe erforderlich.

Darüber hinaus sind in fast allen asiatischen Reiseländern die typischen Aufenthaltsorte von Touristen – Großstädte, Badeorte und die üblichen Kulturrouten – risikoarm. Zu beachten bleibt jedoch das in Asien weit verbreitete, tagaktive Denguefieber, gegen das nur Mückenschutz hilft.

Alle Länder Asiens im Überblick

Die Einordnung nach dem Ampel-Prinzip zeigt das typische Reiserisiko. Da Malaria in Asien meist auf einzelne Regionen begrenzt ist, entscheidet die konkrete Reiseroute stark über den Schutzbedarf. Details stehen auf den verlinkten Länderseiten.

Regional begrenztes Risiko (routenabhängig)

ThailandNur Grenz- & Waldgebiete; Städte & Strände frei
VietnamLändliches Zentralhochland; Städte & Küste frei
KambodschaWaldgebiete; Angkor frei; Artemisinin-Resistenz
LaosLändlicher Süden; Vientiane & Luang Prabang frei
MyanmarGrenzwälder; Bagan, Yangon & Inle-See frei
IndonesienPapua hoch; Bali & Java praktisch frei
IndienRegional, ländlich, nach Monsun; Metropolen gering
NepalTerai-Tiefland saisonal; Kathmandu & Trekking frei
BangladeschChittagong Hill Tracts; Dhaka frei
PakistanTiefland (v. a. P. vivax); Bergnorden frei
AfghanistanTiefland saisonal (v. a. P. vivax); Kabul/Höhe frei
PhilippinenNur Palawan & Mindanao; Manila, Cebu, Boracay frei

Malariafrei – keine Prophylaxe nötig

Sri LankaMalariafrei seit 2016 (WHO)
MaledivenMalariafrei seit 2015 (WHO)

Brauche ich für Asien eine Prophylaxe?

Weil das Risiko in Asien meist regional begrenzt ist, wird statt einer durchgehenden Chemoprophylaxe häufig ein Standby-Notfallmedikament empfohlen – ein Mittel, das nur bei Krankheitsverdacht fern jeder ärztlichen Versorgung eingenommen wird. Für Reisen ausschließlich in Städte und typische Touristenregionen genügt oft der konsequente Mückenschutz. Nur bei längeren Aufenthalten in ausgewiesenen Hochrisikogebieten wie Papua kann eine Dauerprophylaxe sinnvoll sein.

Welche Strategie zu Ihrer Route passt, klärt die reisemedizinische Beratung. Hintergründe bieten unsere Seiten zur Malaria-Vorbeugung und zu den Prophylaxe-Medikamenten. Zur weltweiten Übersicht geht es über die Seite Malaria-Risikogebiete.

Häufige Fragen zu Malaria in Asien

Brauche ich für Thailand oder Vietnam Malariatabletten?

Für die üblichen Reiserouten mit Städten und Stränden ist meist keine Dauerprophylaxe nötig, da diese Gebiete als risikoarm gelten. Wer längere Zeit in ländlichen Grenz- oder Waldregionen unterwegs ist, sollte in einer reisemedizinischen Beratung klären, ob ein Standby-Medikament sinnvoll ist.

Sind Bali und die Malediven malariafrei?

Bali gilt als praktisch malariafrei; das Hochrisikogebiet in Indonesien liegt im Osten (Papua). Die Malediven sind seit 2015 offiziell malariafrei. Für beide Ziele ist keine Malariaprophylaxe erforderlich, ein Mückenschutz gegen Dengue bleibt aber ratsam.

Was bedeutet die Artemisinin-Resistenz in Südostasien?

In den Grenzregionen des Mekong (Kambodscha, Myanmar, Laos, Thailand) sind Malaria-Erreger aufgetreten, die schlechter auf das Wirkstoffprinzip Artemisinin ansprechen. Für Reisende ist das vor allem bei der Wahl von Standby-Medikamenten und der Therapie relevant und ein Grund mehr für eine fachkundige Beratung.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Angaben zu Medikamenten stellen keine individuelle Dosierungsempfehlung dar. Nehmen Sie mehrere Wochen vor der Reise eine persönliche reisemedizinische Beratung wahr, um Prophylaxe und Impfschutz auf Ihre Reiseroute und Ihre Gesundheit abzustimmen.