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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Bolivien: Amazonas, Altiplano & Schutz

In Bolivien besteht Malaria nur regional: betroffen ist vor allem das warme Amazonas-Tiefland im Norden und Osten (Beni, Pando, nördliches La Paz) unter etwa 2.500 Metern. La Paz, das Altiplano-Hochland, der Titicacasee und die Salar de Uyuni sind malariafrei. In den Tieflagen ist zusätzlich Dengue-Fieber relevant.

Malaria-Risikoregional, gering bis mittel – nur in tropischen Tieflagen unter ~2.500 m
RisikogebieteAmazonas-Tiefland: Departamentos Beni und Pando, nördliches La Paz (Yungas, Rurrenabaque), Tropen von Santa Cruz und Cochabamba
Malariafreie GebieteLa Paz (Stadt), Altiplano-Hochland, Titicacasee, Salar de Uyuni, Sucre, Potosí, Oruro – alles über 2.500 m
Empfohlener Schutzkonsequenter Mückenschutz; im Amazonas/in den Pampas je nach Reiseprofil Chemoprophylaxe oder Standby-Notfallmedikament nach ärztlicher Beratung
Haupterregerüberwiegend Plasmodium vivax (rund 99 %), P. falciparum selten (Amazonas)
Weitere MückenkrankheitenDengue-Fieber (in Tieflagen häufig), Chikungunya, Zika, Gelbfieber

Gibt es in Bolivien Malaria?

Ja, aber nur regional und mit insgesamt geringem bis mittlerem Risiko. Malaria kommt in Bolivien ausschließlich in den warmen, feuchten Tieflagen unter etwa 2.500 Metern Höhe vor – ganzjährig, weil die Übertragung dort endemisch ist. Der weitaus größte Teil der klassischen Touristenrouten führt jedoch ins malariafreie Hochland. Wer eine reine Altiplano-Rundreise mit La Paz, Titicacasee und Uyuni unternimmt, hat kein Malariarisiko. Relevant wird das Thema erst, wenn Ihre Reise ins Amazonas-Tiefland führt, etwa zu Dschungeltouren oder Pampas-Ausflügen im Norden. Grundsätzliches zur Krankheit finden Sie auf unseren Seiten zu Malaria-Risikogebiete und Symptome.

Welche Regionen sind betroffen?

Betroffen ist das tropische Tiefland im Norden und Osten des Landes. Das höchste Risiko besteht im Departamento Pando sowie in den nördlichen Teilen von Beni und La Paz – also im bolivianischen Amazonasbecken. Dazu zählen Reiseziele wie Rurrenabaque, der Madidi-Nationalpark, die Pampas des Río Yacuma, Riberalta, Trinidad und Cobija. Auch tiefer gelegene Gebiete der Departamentos Santa Cruz und Cochabamba unter 2.500 m tragen ein geringes bis mittleres Risiko; die Stadt Santa Cruz selbst gilt als Gebiet mit sehr geringem Risiko. Die entscheidende Faustregel lautet: Malaria endet in Bolivien an der Höhengrenze von rund 2.500 Metern. Wer diese Zonen meidet oder nur kurz durchreist, ist kaum gefährdet. Details zur geografischen Verteilung erklärt unsere Übersicht der Malaria-Risikogebiete.

Sind La Paz, Uyuni und der Titicacasee malariafrei?

Ja, das gesamte bolivianische Hochland ist malariafrei. La Paz liegt auf rund 3.600 Metern, der Titicacasee auf etwa 3.800 Metern und die Salar de Uyuni auf rund 3.650 Metern – weit oberhalb der Höhengrenze, in der die Anopheles-Mücke als Malaria-Überträgerin lebt. Auch Sucre, Potosí, Oruro und der übrige Altiplano zählen zu den malariafreien Gebieten. Die beliebte Kombination La Paz – Titicacasee – Uyuni erfordert daher keine Malariaprophylaxe. Hier steht ein ganz anderes Thema im Vordergrund: die Höhenanpassung. Die dünne Luft macht vielen Reisenden in den ersten Tagen zu schaffen, weshalb ein langsames Höhentraining wichtiger ist als der Malariaschutz.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Bolivien?

Das hängt vollständig von Ihrer Route ab. Für eine reine Hochland-Rundreise (La Paz, Titicacasee, Uyuni, Sucre, Potosí) ist keine medikamentöse Prophylaxe nötig – hier genügt konsequenter Mückenschutz gegen Dengue und andere Erreger. Führt Ihre Reise dagegen ins Amazonas-Tiefland, etwa nach Rurrenabaque, in den Madidi-Nationalpark oder die Pampas, kommen je nach Aufenthaltsdauer und Ausstattung der Unterkünfte zwei Strategien infrage: eine durchgehende Chemoprophylaxe oder ein mitgeführtes Standby-Notfallmedikament zur Selbstbehandlung, falls trotz Schutz Symptome auftreten und keine Klinik erreichbar ist. Welche Variante für Sie passt, hängt von Reisedauer, Reisestil und Ihrer Krankengeschichte ab und gehört in eine persönliche reisemedizinische Beratung – idealerweise vier bis sechs Wochen vor Abreise. Individuelle Dosierungen nennen wir hier bewusst nicht. Einen Überblick über die Wirkstoffe geben unsere Seiten zu Prophylaxe-Medikamente und Malaria-Vorbeugung.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen (auch Dengue)?

Der Mückenschutz ist in Bolivien doppelt wichtig, denn in den Tieflagen zirkulieren neben Malaria auch Dengue-Fieber, Chikungunya und Zika – und gegen diese Viren gibt es keine Tabletten-Prophylaxe. Anders als die nachtaktive Malariamücke sticht die Dengue-Überträgerin vor allem tagsüber und in der Dämmerung. Effektiver Schutz rund um die Uhr ist daher die wichtigste Einzelmaßnahme:

  • Lange, helle und weite Kleidung tragen, besonders morgens, abends und im Tiefland-Regenwald.
  • Ein Mückenschutzmittel mit ausreichend hoher Wirkstoffkonzentration (z. B. DEET oder Icaridin) regelmäßig auf unbedeckte Haut auftragen.
  • Unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen und Räume mit Klimaanlage oder Fliegengittern bevorzugen.
  • Stehende Wasseransammlungen in der Umgebung der Unterkunft meiden, da sich dort Mücken vermehren.

Wie Sie diese Maßnahmen kombinieren, erläutert ausführlich unsere Seite zur Malaria-Vorbeugung.

Weitere Gesundheitstipps

Neben dem Mückenschutz sollten Sie einige weitere Punkte beachten. Vor der Reise empfiehlt sich eine Überprüfung der Standardimpfungen; für bestimmte Regionen und Reiseprofile kann eine Gelbfieberimpfung sinnvoll oder bei Weiterreisen sogar Einreisevoraussetzung sein – das klärt Ihre reisemedizinische Beratung. Achten Sie auf sichere Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene, um Durchfallerkrankungen vorzubeugen. Im Hochland ist die Höhenkrankheit die häufigste gesundheitliche Beeinträchtigung: Steigen Sie langsam auf, trinken Sie ausreichend, und gönnen Sie sich in La Paz oder Cusco ein bis zwei Ruhetage zur Akklimatisierung. Für abgelegene Ziele wie die Salar de Uyuni gilt: Die nächste medizinische Versorgung ist oft mehrere Stunden entfernt, daher gehören eine gut ausgestattete Reiseapotheke und eine Auslandskrankenversicherung ins Gepäck. Sollten nach der Rückkehr Fieber oder grippeähnliche Beschwerden auftreten, suchen Sie umgehend einen Arzt auf und erwähnen Sie die Bolivienreise – mehr dazu unter Symptome.

Häufige Fragen zu Malaria in Bolivien

Braucht man für die Pampas oder Rurrenabaque eine Malariaprophylaxe?

Rurrenabaque und die Pampas des Río Yacuma liegen im Amazonas-Tiefland und gehören zu den Regionen mit dem höchsten Malariarisiko in Bolivien. Für längere Aufenthalte oder Dschungeltouren dort wird eine Chemoprophylaxe oder ein Standby-Notfallmedikament empfohlen. Ob und welche Variante für Sie sinnvoll ist, entscheiden Sie gemeinsam mit einem Reisemediziner vor der Abreise. Unabhängig davon ist konsequenter Mückenschutz Pflicht, auch wegen Dengue.

Muss ich mir in La Paz oder auf einer Uyuni-Rundreise Sorgen um Malaria machen?

Nein. La Paz, der Titicacasee, die Salar de Uyuni und der gesamte Altiplano liegen deutlich über 2.500 Metern und sind malariafrei. Auf einer klassischen Hochland-Rundreise brauchen Sie keine Malariatabletten. Hier ist die Höhenanpassung das wichtigere Gesundheitsthema – steigen Sie langsam auf und planen Sie Akklimatisierungstage ein.

Welche Malaria-Art kommt in Bolivien vor?

In Bolivien dominiert eindeutig Plasmodium vivax mit einem Anteil von rund 99 Prozent. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum tritt nur selten und vor allem im Amazonasbecken auf. P. vivax kann Wochen bis Monate nach der Reise durch in der Leber ruhende Erreger einen späten Rückfall auslösen – deshalb ist es wichtig, bei Fieber nach der Rückkehr auch später noch an Malaria zu denken und den Arzt über die Reise zu informieren.

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Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Empfehlungen zu Malariaschutz, Medikamenten und Dosierungen hängen von Ihrer Reiseroute, Ihrem Gesundheitszustand und aktuellen Ausbruchslagen ab. Lassen Sie sich vor jeder Reise in ein Malariagebiet reisemedizinisch beraten.