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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Botswana: Okavango, Chobe & Prophylaxe

In Botswana ist Malaria ein regionales und saisonales Risiko: Betroffen ist vor allem der wasserreiche Norden mit Okavango-Delta, Chobe-Nationalpark, Ngamiland und Boteti. Am höchsten ist die Gefahr in der Regen- und Sommerzeit (etwa November bis Juni). Der Süden mit Gaborone und die zentrale Kalahari gelten als weitgehend malariafrei.

Malaria-RisikoRegional und saisonal; im Norden von hoch bis mittel, im Süden vernachlässigbar bis kein Risiko
RisikogebieteOkavango-Delta, Chobe-Nationalpark, Ngamiland, Boteti, Tutume und weitere nördliche Distrikte
Malariafreie GebieteSüden mit Gaborone, zentrale Kalahari (Central Kalahari Game Reserve), Südwesten inkl. Kgalagadi Transfrontier Park, Tsabong
Saison mit höchstem RisikoRegen-/Sommerzeit ca. November bis Juni (Höhepunkt in der feuchten Regenzeit); deutlich geringeres Risiko Juli bis Oktober (Trockenzeit)
Empfohlener SchutzKonsequenter Mückenschutz; im Norden in der Risikosaison Chemoprophylaxe, in der Trockenzeit je nach ärztlicher Beratung Standby-Notfallmedikament
HaupterregerPlasmodium falciparum (über 99 % der Fälle, Erreger der gefährlichen Malaria tropica)
Weitere MückenkrankheitenDengue-Fieber, Chikungunya, Rift-Valley-Fieber (regional, meist geringes Reiserisiko)

Gibt es in Botswana Malaria?

Ja, in Botswana gibt es Malaria – allerdings nicht im ganzen Land und nicht ganzjährig gleich stark. Das Risiko ist klar auf den Norden konzentriert und schwankt mit den Jahreszeiten. In den nördlichen Distrikten wie Ngamiland, Chobe, Okavango, Boteti und Tutume besteht ein relevantes Übertragungsrisiko, während der Süden des Landes mit der Hauptstadt Gaborone und die zentrale Kalahari als weitgehend malariafrei gelten. Nahezu alle Erkrankungen gehen auf Plasmodium falciparum zurück, den Erreger der gefährlichen Malaria tropica – eine unbehandelte Infektion kann rasch lebensbedrohlich verlaufen. Wer eine klassische Botswana-Safari plant, reist daher fast zwangsläufig in oder durch ein Malariagebiet und sollte sich vorab reisemedizinisch beraten lassen. Eine Übersicht bietet unsere Seite zu den Malaria-Risikogebieten.

Welche Safari-Regionen sind betroffen (Okavango, Chobe)?

Betroffen sind vor allem die berühmten Wildnisgebiete im Norden: das Okavango-Delta, der Chobe-Nationalpark sowie die umliegenden Regionen Ngamiland und Boteti. Gerade das wasserreiche Okavango-Delta bietet mit seinen Feuchtgebieten, Lagunen und Kanälen ideale Brutbedingungen für die überträgerischen Anopheles-Mücken. Im nördlichen Teil von Ngamiland und Chobe – einschließlich der Region um die Victoriafälle und den nördlichen Chobe-Nationalpark – besteht teils ganzjährig ein hohes Risiko. In der übrigen nördlichen Landeshälfte nördlich des Central Kalahari Game Reserve und nördlich von Francistown, also auch in großen Teilen des Deltas und im südlichen Chobe, ist das Risiko saisonal hoch. Da diese Gebiete das Kernstück fast jeder Premium-Safari bilden, ist Malaria hier ein Thema, das ernst genommen werden muss.

Wann ist das Risiko am höchsten?

Am höchsten ist das Malaria-Risiko in der Regen- und Sommerzeit von etwa November bis Juni. In diesen warmen, feuchten Monaten vermehren sich die Mücken besonders stark, weil Regen und hohe Temperaturen ideale Brutbedingungen schaffen. Der Höhepunkt liegt in der feuchtesten Phase der Regenzeit. Von Juli bis Oktober – der trockenen Winter- und Frühlingssaison – sinkt das Übertragungsrisiko deutlich, ohne in den Risikodistrikten vollständig zu verschwinden. Zu beachten ist, dass sich das Risiko klimabedingt verschieben kann: Für 2026 weist das Auswärtige Amt aufgrund der Witterung auf ein verlängertes hohes Malaria-Risiko hin. Prüfen Sie daher stets die tagesaktuellen Hinweise und lassen Sie das konkrete Reisedatum in die reisemedizinische Beratung einfließen. Grundlagen zur Risikominderung finden Sie unter Malaria-Vorbeugung.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Botswana?

Das hängt von Reiseziel, Reisezeit und Reisestil ab. Für eine Safari im Okavango-Delta oder im Chobe-Nationalpark während der Risikosaison (etwa November bis Juni) wird in der Regel eine medikamentöse Chemoprophylaxe empfohlen – ergänzend zum konsequenten Mückenschutz. Reisen Sie dagegen in der Trockenzeit in den Norden oder halten Sie sich ausschließlich im malariafreien Süden inklusive Gaborone und in der zentralen Kalahari auf, kann je nach individueller Beratung ein Standby-Notfallmedikament genügen oder ganz auf Medikamente verzichtet werden. Weil das Botswana-typische Reiseprofil oft mehrere Regionen und teils sehr abgelegene Lodges umfasst, ist eine persönliche reisemedizinische Beratung – idealerweise sechs Wochen vor Abreise – unverzichtbar. Einen Überblick über die Wirkstoffe geben unsere Seiten zu den Prophylaxe-Medikamenten.

Welches Medikament – Prophylaxe oder Standby?

Für Gebiete mit hohem, saisonalem Risiko – also die klassischen Delta- und Chobe-Safaris in der Regenzeit – kommt meist eine durchgehende Chemoprophylaxe zum Einsatz. Ein häufig eingesetzter Wirkstoff ist Atovaquon-Proguanil; weitere Optionen sind je nach Verträglichkeit und Vorerkrankungen verfügbar. Für Reisen in Gebiete mit nur mäßigem Risiko oder wenn die nächste medizinische Einrichtung mit Malaria-Diagnostik mehr als 48 Stunden entfernt ist, empfiehlt sich das Mitführen einer Standby-Notfalltherapie zur Selbstbehandlung, bis ärztliche Hilfe erreichbar ist. Da P. falciparum in Botswana weitgehend chloroquinresistent ist, kommen ältere Chloroquin-Präparate nicht infrage. Welches Medikament in welcher Anwendung für Sie geeignet ist, entscheidet ausschließlich Ihre Ärztin oder Ihr Arzt anhand Ihres persönlichen Risikoprofils – diese Seite ersetzt keine individuelle Verordnung.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Der wirksamste Basisschutz ist die konsequente Expositionsprophylaxe, also das Vermeiden von Mückenstichen – sie schützt zugleich vor Dengue-Fieber und Chikungunya. Empfehlenswert sind: langärmelige, helle Kleidung und lange Hosen besonders in der Dämmerung und nachts, wenn die Anopheles-Mücken aktiv sind; das Auftragen von Repellents mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin auf unbedeckte Haut; das Schlafen unter einem imprägnierten Moskitonetz, sofern die Unterkunft nicht mückensicher klimatisiert ist; sowie das Behandeln von Kleidung mit einem geeigneten Insektizid. Viele Safari-Lodges im Delta sind bereits mit Netzen ausgestattet – verlassen Sie sich dennoch nicht allein darauf. Kombinieren Sie den Mückenschutz stets mit der ärztlich empfohlenen Prophylaxe- oder Standby-Strategie. Woran Sie eine mögliche Infektion erkennen, lesen Sie unter Symptome.

Braucht man für eine Okavango-Safari Malariaprophylaxe?

Für das Okavango-Delta wird in der Risikosaison von etwa November bis Juni in der Regel eine medikamentöse Chemoprophylaxe empfohlen, da das Delta zu den Gebieten mit dem höchsten Risiko in Botswana zählt. In der Trockenzeit von Juli bis Oktober kann je nach Reiseprofil und ärztlicher Beratung ein Standby-Medikament ausreichen. Die endgültige Entscheidung trifft die reisemedizinische Beratung anhand Ihres konkreten Reisedatums und Ihrer Route.

Ist der Süden von Botswana malariafrei?

Der Süden inklusive der Hauptstadt Gaborone sowie die zentrale Kalahari gelten als weitgehend malariafrei. Auch der Südwesten mit dem Kgalagadi Transfrontier Park und die Region um Tsabong zählen zu den malariafreien Gebieten. Wer sich ausschließlich dort aufhält, benötigt normalerweise keine Malaria-Prophylaxe – der übliche Mückenschutz zur Vorbeugung anderer Mückenkrankheiten bleibt jedoch sinnvoll.

Gibt es in Botswana neben Malaria weitere Mückenkrankheiten?

Ja. Neben Malaria kommen in der Region auch Dengue-Fieber, Chikungunya und – meist tierassoziiert – das Rift-Valley-Fieber vor. Das Reiserisiko für diese viralen Erkrankungen ist für die meisten Botswana-Reisenden gering, unterstreicht aber die Bedeutung eines durchgehenden Mückenschutzes rund um die Uhr, da die überträgerischen Aedes-Mücken auch tagsüber stechen.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder reisemedizinische Beratung. Malaria-Risiko, regionale Verteilung und Saisonzeiten können sich ändern; die Wahl und Dosierung von Prophylaxe- oder Standby-Medikamenten ist immer individuell. Lassen Sie sich vor Ihrer Botswana-Reise – idealerweise etwa sechs Wochen vorher – von einer reisemedizinischen Fachperson beraten und beachten Sie die tagesaktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes und Ihres Tropeninstituts.