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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Burkina Faso: Risiko & Prophylaxe

In Burkina Faso besteht ganzjährig und landesweit ein sehr hohes Malaria-Risiko – auch in den Städten Ouagadougou und Bobo-Dioulasso. Über 99 Prozent der Fälle sind die gefährliche Malaria tropica (Plasmodium falciparum). Für alle Reisenden gelten wirksamer Mückenschutz plus eine medikamentöse Chemoprophylaxe als zwingend erforderlich.

Malaria-RisikoSehr hoch, ganzjährig und landesweit
VerbreitungIm gesamten Land, einschließlich der Städte Ouagadougou und Bobo-Dioulasso
Risikoärmere GebieteKeine – das Risiko besteht flächendeckend
Saison mit höchstem RisikoWährend und nach der Regenzeit (etwa Juni bis Oktober)
Empfohlener SchutzKonsequenter Mückenschutz plus medikamentöse Chemoprophylaxe
HaupterregerPlasmodium falciparum (über 99 Prozent) – Malaria tropica
Pflichtimpfung (Gelbfieber)Ja, für alle Einreisenden ab dem Alter von 9 Monaten vorgeschrieben

Gibt es in Burkina Faso Malaria?

Ja. In Burkina Faso besteht ein sehr hohes Malaria-Risiko, und zwar ganzjährig und im gesamten Land. Anders als in manchen Reiseländern, in denen sich das Risiko auf bestimmte Regionen oder Höhenlagen beschränkt, ist Burkina Faso flächendeckend betroffen. Auch die Hauptstadt Ouagadougou und die zweitgrößte Stadt Bobo-Dioulasso liegen im Risikogebiet – ein Aufenthalt in urbanen Zentren bietet hier also keinen Schutz. Übertragen wird die Krankheit durch den Stich der nachtaktiven Anopheles-Mücke. Über 99 Prozent der Infektionen gehen auf den Erreger Plasmodium falciparum zurück, der die lebensbedrohliche Malaria tropica auslöst. Diese Form kann bei nicht immunen europäischen Reisenden ohne rechtzeitige Behandlung tödlich verlaufen. Einen Überblick über weltweite Verbreitungszonen bietet unsere Seite zu den Malaria-Risikogebieten.

Wie hoch ist das Risiko?

Das Risiko in Burkina Faso wird von den reisemedizinischen Fachgesellschaften als sehr hoch eingestuft – es zählt zu den höchsten weltweit. Die Übertragung findet das ganze Jahr über statt, jedoch mit deutlichen saisonalen Schwankungen: Den Höhepunkt erreicht das Risiko während und unmittelbar nach der Regenzeit, die etwa von Juni bis Oktober andauert. In dieser Zeit finden die Anopheles-Mücken in Pfützen, Tümpeln und stehenden Gewässern ideale Brutplätze, sodass die Mückendichte und damit die Ansteckungsgefahr stark ansteigen. Im trockenen Süden des Landes verläuft die Übertragung ganzjährig, im mittleren und nördlichen Landesteil eher saisonal mit einem Rückgang während der Trockenzeit. Da das Risiko jedoch nie vollständig verschwindet, gilt: Zu keiner Jahreszeit und an keinem Ort in Burkina Faso können Reisende auf einen umfassenden Malariaschutz verzichten.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Burkina Faso?

Ja. Wegen des sehr hohen, ganzjährigen Risikos empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) und reisemedizinische Institute für Burkina Faso ausdrücklich eine medikamentöse Chemoprophylaxe – also die durchgehende, vorbeugende Einnahme eines Malariamedikaments über den gesamten Aufenthalt. Eine reine Mitnahme von Notfallmedikamenten (Stand-by) reicht in einem so intensiven Übertragungsgebiet in der Regel nicht aus. Die Chemoprophylaxe ersetzt dabei nicht den Mückenschutz, sondern ergänzt ihn: Beide Maßnahmen zusammen bilden den empfohlenen Schutz. Wichtig ist, dass die Einnahme bereits vor der Reise begonnen und nach der Rückkehr wie vorgeschrieben fortgesetzt wird – die genaue Dauer hängt vom gewählten Präparat ab. Welches Mittel für Sie geeignet ist, klären Sie individuell in einer reisemedizinischen Beratung. Hintergründe zu den Wirkprinzipien finden Sie auf unseren Seiten zur Malaria-Vorbeugung und zu den Prophylaxe-Medikamenten.

Welches Medikament wird empfohlen?

Für Burkina Faso werden zur Chemoprophylaxe vor allem zwei Wirkstoffe genannt: Atovaquon-Proguanil (bekannt unter dem Handelsnamen Malarone und als Generika) sowie Doxycyclin. Beide werden von reisemedizinischen Fachstellen als geeignet für das westafrikanische Risikoprofil eingestuft. Atovaquon-Proguanil gilt als gut verträglich und muss nach der Rückkehr nur wenige Tage weiter eingenommen werden. Doxycyclin wird von der WHO als Alternative empfohlen und weltweit seit Jahren eingesetzt; in Deutschland ist es zur Malariaprophylaxe allerdings nicht offiziell zugelassen und wird daher außerhalb der Zulassung verordnet. Welches der beiden Präparate im Einzelfall das richtige ist, hängt von Faktoren wie Reisedauer, Vorerkrankungen, weiteren Medikamenten, Schwangerschaft und Verträglichkeit ab. Diese Seite nennt bewusst keine Dosierungen. Die Auswahl, die genaue Einnahme und mögliche Wechselwirkungen gehören in jedem Fall vor die Reise in ärztliche Hände – idealerweise in eine reisemedizinische oder tropenmedizinische Sprechstunde.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Der Schutz vor Mückenstichen ist die erste und wichtigste Säule der Malariavorbeugung und muss auch bei eingenommener Chemoprophylaxe konsequent erfolgen. Die Anopheles-Mücke ist überwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv – entsprechend gilt in diesen Stunden besondere Vorsicht. Bewährt haben sich folgende Maßnahmen: Tragen Sie lange, helle und möglichst weite Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Verwenden Sie auf unbedeckte Hautstellen ein wirksames Mückenschutzmittel (Repellent) mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin und erneuern Sie den Auftrag regelmäßig. Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz, insbesondere wenn die Räume nicht klimatisiert oder nicht mückensicher sind. Achten Sie auf intakte Fliegengitter an Fenstern und Türen. Auch Kleidung lässt sich mit geeigneten Mitteln imprägnieren. Diese Expositionsprophylaxe senkt das Infektionsrisiko erheblich und schützt zugleich vor weiteren durch Mücken übertragenen Krankheiten wie Dengue- und Chikungunyafieber.

Weitere Gesundheitstipps

Für die Einreise nach Burkina Faso ist eine Gelbfieberimpfung Pflicht: Sie muss für alle Reisenden ab dem Alter von 9 Monaten nachgewiesen werden und ist zugleich medizinisch sinnvoll. An der Grenze wird stellenweise auch der Nachweis einer Meningokokkenimpfung kontrolliert. Reisemedizinisch empfohlen werden zudem ein aktueller Impfschutz gegen Hepatitis A und Poliomyelitis; je nach Reiseprofil kommen Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Meningokokken ACWY in Betracht. Achten Sie außerdem auf Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene, um Durchfallerkrankungen vorzubeugen. Wichtig zu wissen: Erste Malaria-Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen können noch Wochen bis Monate nach der Rückkehr auftreten – suchen Sie bei Fieber nach einem Aufenthalt in Burkina Faso umgehend ärztlichen Rat und weisen Sie auf die Reise hin. Mehr dazu auf unserer Seite zu den Symptomen. Bitte beachten Sie schließlich, dass das Auswärtige Amt aufgrund der angespannten Sicherheitslage vor Reisen nach Burkina Faso warnt; informieren Sie sich vor jeder Reise über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Häufige Fragen zu Malaria in Burkina Faso

Ist eine Malariaprophylaxe für Burkina Faso wirklich notwendig?

Ja. Aufgrund des sehr hohen, ganzjährigen und landesweiten Risikos empfehlen die reisemedizinischen Fachgesellschaften für Burkina Faso ausdrücklich eine durchgehende medikamentöse Chemoprophylaxe zusätzlich zum Mückenschutz. Eine bloße Stand-by-Mitnahme reicht in diesem intensiven Übertragungsgebiet meist nicht aus. Die konkrete Wahl treffen Sie in einer ärztlichen Beratung.

Besteht auch in Ouagadougou und Bobo-Dioulasso Malaria-Gefahr?

Ja. Das Malaria-Risiko in Burkina Faso besteht flächendeckend, ausdrücklich auch in den Städten Ouagadougou und Bobo-Dioulasso. Ein Aufenthalt in städtischen Gebieten bietet keinen ausreichenden Schutz, sodass auch dort Mückenschutz und Chemoprophylaxe erforderlich sind.

Ist die Gelbfieberimpfung für Burkina Faso vorgeschrieben?

Ja. Für die Einreise nach Burkina Faso ist ein Gelbfieber-Impfnachweis für alle Personen ab dem Alter von 9 Monaten verpflichtend. Die Impfung sollte spätestens zehn Tage vor der Einreise erfolgen und in einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle vorgenommen werden. Sie ist neben der Pflicht auch medizinisch empfehlenswert.

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Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Die Auswahl und Dosierung von Malariamedikamenten sowie der aktuelle Impf- und Einreisestatus müssen vor jeder Reise persönlich mit einer reise- oder tropenmedizinischen Fachstelle abgestimmt werden. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Empfehlungen der DTG sowie die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.