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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in der DR Kongo: Risiko & Prophylaxe

In der Demokratischen Republik Kongo besteht ganzjährig und landesweit ein sehr hohes Malariarisiko – auch in der Hauptstadt Kinshasa. Das Land trägt nach Nigeria mit die höchste Malarialast weltweit. Für Reisende sind konsequenter Mückenschutz und eine medikamentöse Chemoprophylaxe zwingend erforderlich.

Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) zählt zu den am stärksten von Malaria betroffenen Ländern der Welt. Nach Angaben der WHO entfällt auf das Land rund ein Achtel aller Malariafälle weltweit – nur Nigeria verzeichnet noch mehr Erkrankungen. Wer eine Reise plant, sollte sich frühzeitig mit dem Thema Malaria befassen, denn ohne Schutz ist eine Infektion sehr wahrscheinlich. Ausführliche Hintergründe finden Sie auch auf unserer Übersicht zu Malaria-Risikogebiete.

Malaria-RisikoSehr hoch, ganzjährig und landesweit
VerbreitungIm gesamten Land inklusive der Städte und der Hauptstadt Kinshasa
Risikoärmere GebieteKeine nennenswerten; das Höhenland im Osten (über ca. 1.800 m) ist geringfügig weniger betroffen, aber nicht risikofrei
SaisonGanzjährig; leichte Zunahme während und nach der Regenzeit
Empfohlener SchutzMückenschutz plus Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) zwingend
HaupterregerPlasmodium falciparum (Malaria tropica) – über 99 % der Fälle
PflichtimpfungGelbfieber ab dem Alter von 9 Monaten bei Einreise vorgeschrieben

Gibt es in der DR Kongo Malaria?

Ja, in der DR Kongo besteht ganzjährig und im gesamten Land ein sehr hohes Malariarisiko – einschließlich aller Städte und der Millionenmetropole Kinshasa. Anders als in manchen Ländern, in denen nur einzelne Regionen betroffen sind, gibt es hier praktisch keine malariafreien Zonen. Der Erreger wird durch den Stich weiblicher Anopheles-Mücken übertragen, die vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind. Über 99 % der Fälle gehen auf Plasmodium falciparum zurück, den Erreger der gefährlichen Malaria tropica, die unbehandelt rasch lebensbedrohlich verlaufen kann.

Wie hoch ist das Risiko?

Das Risiko ist sehr hoch und ganzjährig gegeben. Die DR Kongo trägt nach Nigeria mit die höchste Malarialast weltweit: Nach WHO-Daten entfällt auf das Land rund 12 % aller Malariafälle und ein erheblicher Anteil der weltweiten Todesfälle. Während und nach der Regenzeit steigt die Mückendichte und damit die Übertragungsrate zusätzlich, doch auch in der Trockenzeit bleibt das Risiko hoch. Eine geringfügige Entlastung besteht allenfalls im Höhenland des Ostens oberhalb von etwa 1.800 Metern – risikofrei ist jedoch kein Landesteil. Reisende ohne Immunität sind besonders gefährdet, weshalb Schutzmaßnahmen unverzichtbar sind. Erste Anzeichen einer Infektion beschreiben wir auf unserer Seite zu den Symptomen.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für die DR Kongo?

Ja. Für die gesamte DR Kongo wird eine medikamentöse Chemoprophylaxe dringend empfohlen – und zwar zusätzlich zum Mückenschutz, nicht als Ersatz dafür. Angesichts des sehr hohen, ganzjährigen Risikos und des nahezu ausschließlichen Vorkommens von Plasmodium falciparum raten die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) und reisemedizinische Zentren zur durchgehenden Einnahme einer Prophylaxe während des gesamten Aufenthalts. Welche Optionen es grundsätzlich gibt, erläutern wir auf der Seite zur Malaria-Vorbeugung sowie in der Übersicht der Prophylaxe-Medikamente. Lassen Sie sich vor der Reise individuell reisemedizinisch beraten, idealerweise vier bis sechs Wochen vor Abflug.

Welches Medikament wird empfohlen?

Für die Chemoprophylaxe in der DR Kongo kommen laut DTG-Empfehlung vor allem zwei Wirkstoffe infrage: Atovaquon-Proguanil und als Alternative Doxycyclin. Atovaquon-Proguanil eignet sich wegen der kurzen Einnahmedauer nach dem Aufenthalt gut für kürzere Reisen, Doxycyclin ist häufig die kostengünstigere Option für längere Aufenthalte. Beide Präparate sind verschreibungspflichtig. Welches Mittel für Sie geeignet ist und wann die Einnahme begonnen und beendet werden sollte, hängt von individuellen Faktoren wie Reisedauer, Vorerkrankungen, weiteren Medikamenten und Verträglichkeit ab. Diese Entscheidung und die genaue Dosierung gehören ausschließlich in die Hände einer Ärztin oder eines Arztes – wir geben hier bewusst keine individuellen Dosierungen an.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Der Mückenschutz (Expositionsprophylaxe) ist die erste und wichtigste Säule des Malariaschutzes und muss auch bei eingenommener Chemoprophylaxe konsequent erfolgen. Bewährt haben sich:

  • Auftragen eines wirksamen Repellents (z. B. mit DEET oder Icaridin) auf alle unbedeckten Hautstellen, besonders in der Dämmerung und nachts
  • Lange, helle und weite Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt
  • Schlafen unter einem imprägnierten Moskitonetz, sofern die Unterkunft keine Klimaanlage oder intakte Fliegengitter hat
  • Meiden von stehendem Wasser in der Umgebung, da dort die Mücken brüten

Da die übertragende Anopheles-Mücke vorwiegend nachtaktiv ist, kommt dem Schutz in den Abend- und Nachtstunden besondere Bedeutung zu.

Weitere Gesundheitstipps

Neben der Malaria sind für die DR Kongo weitere gesundheitliche Vorkehrungen wichtig. Die Gelbfieberimpfung ist ab dem Alter von 9 Monaten für die Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll; die Impfbescheinigung ist nach einmaliger Impfung lebenslang gültig. Reisemedizinisch empfohlen werden zudem Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis; je nach Reiseprofil kommen Hepatitis B, Typhus, Meningokokken, Tollwut sowie ein Schutz gegen Dengue und Chikungunya in Betracht. Achten Sie außerdem auf Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene, um Durchfallerkrankungen vorzubeugen. Das Auswärtige Amt warnt aus Sicherheitsgründen vor Reisen in Teile des Landes, insbesondere in den Osten; informieren Sie sich vor Reiseantritt über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Häufige Fragen zu Malaria in der DR Kongo

Ist die Malariaprophylaxe in der DR Kongo wirklich nötig?

Ja. Wegen des sehr hohen, ganzjährigen Risikos im ganzen Land und des nahezu ausschließlichen Vorkommens der gefährlichen Malaria tropica gilt die Chemoprophylaxe zusätzlich zum Mückenschutz als zwingend erforderlich. Ein Verzicht wird für Reisende ohne Immunität nicht empfohlen.

Gibt es in der DR Kongo malariafreie Regionen?

Nein, praktisch nicht. Das Risiko besteht landesweit, auch in Kinshasa und den anderen Städten. Lediglich im Höhenland des Ostens oberhalb von etwa 1.800 Metern ist die Übertragung etwas geringer, aber nicht ausgeschlossen.

Reicht ein guter Mückenschutz allein aus?

Nein. Konsequenter Mückenschutz ist unverzichtbar, senkt das Risiko in einem Hochrisikoland wie der DR Kongo aber nicht ausreichend. Er muss immer mit einer medikamentösen Prophylaxe kombiniert werden, deren Auswahl in ärztliche Hände gehört.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle reisemedizinische Beratung. Angaben zu Risiko, Impfvorschriften und Prophylaxe können sich ändern. Lassen Sie sich vor Ihrer Reise ärztlich beraten und klären Sie die Wahl und Dosierung eines Medikaments persönlich mit einer Ärztin oder einem Arzt ab.