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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria auf den Kapverden? Seit 2024 malariafrei

Die Kapverden (Cabo Verde) gelten seit dem 12. Januar 2024 als offiziell WHO-zertifiziert malariafrei – als dritter Staat Afrikas. Für einen normalen Strand- und Badeurlaub auf Sal, Boa Vista, São Vicente oder Santiago ist keine Malariaprophylaxe nötig. Wichtiger ist konsequenter Mückenschutz, denn Denguefieber tritt zeitweise auf.

Malaria-RisikoKein Malariarisiko für den normalen Reiseverkehr
StatusMalariafrei – von der WHO offiziell zertifiziert im Januar 2024
MalariaprophylaxeNicht nötig – weder Tabletten noch Stand-by empfohlen
Wichtigster MückenschutzSchutz vor tagaktiven Mücken (Dengue) – Repellent, Kleidung
Weitere MückenkrankheitenDenguefieber, gelegentlich Zika-Virus-Infektionen

Gibt es auf den Kapverden Malaria?

Nein – für Reisende besteht auf den Kapverden praktisch kein Malariarisiko. Der Inselstaat vor der Westküste Afrikas wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell als malariafrei zertifiziert. Über Jahre wurden keine einheimischen (autochthonen) Malariafälle mehr registriert; die letzte begrenzte lokale Übertragung gab es auf der Hauptinsel Santiago rund um die Hauptstadt Praia. Wer auf den beliebten Ferieninseln Sal oder Boa Vista Badeurlaub macht, muss sich keine Sorgen um Malaria machen.

Ehrlich bleiben wir dennoch: Die Malaria-Mücke der Gattung Anopheles ist auf den Inseln grundsätzlich weiter vorhanden, und die Kapverden liegen in einem Teil der Welt, in dem Malaria importiert werden kann. Im Sommer 2025 wurden im Großraum Praia (Insel Santiago) erstmals seit der Zertifizierung wieder einige wenige lokal übertragene Fälle gemeldet – ausgelöst durch eingeschleppte Erreger. Die Gesundheitsbehörden und die Afrikanische CDC haben darauf mit verstärkter Überwachung reagiert. Für den Pauschal- und Badetourismus ändert das nichts an der Entwarnung, es unterstreicht aber, warum guter Mückenschutz sinnvoll bleibt. Wie sich echte Malaria-Risikogebiete davon unterscheiden, erklären wir in unserer Länderübersicht.

Seit wann sind die Kapverden malariafrei?

Die Kapverden sind seit dem 12. Januar 2024 offiziell malariafrei. An diesem Tag überreichte die WHO dem Inselstaat das Zertifikat. Damit sind die Kapverden nach Mauritius (1973) und Algerien (2019) erst der dritte Staat der afrikanischen WHO-Region, dem dieser Status zuerkannt wurde – und weltweit eines von wenigen Ländern überhaupt.

Eine solche Zertifizierung vergibt die WHO nur, wenn ein Land mit stichhaltigen Belegen nachweist, dass die Kette der einheimischen Malariaübertragung landesweit für mindestens drei Jahre in Folge unterbrochen war. Die Kapverden hatten dies durch konsequente Diagnostik, schnelle Behandlung und lückenlose Überwachung erreicht: Nach einem Ausbruch im Jahr 2017 wurden über mehrere Jahre keine autochthonen Fälle mehr verzeichnet. Für die Tourismusbranche, die einen großen Teil der Wirtschaft ausmacht, war das eine sehr gute Nachricht.

Brauche ich für die Kapverden eine Malariaprophylaxe?

Nein. Für eine normale Reise auf die Kapverden ist keine medikamentöse Malariaprophylaxe erforderlich – weder eine tägliche oder wöchentliche Tablette noch ein Stand-by-Notfallmedikament. Reisemedizinische Fachstellen und Tropeninstitute geben für die Kapverden übereinstimmend keine Empfehlung zur Chemoprophylaxe aus, weil kein relevantes Übertragungsrisiko besteht. Sie sparen sich also die typischen Nebenwirkungen von Malariatabletten wie bei Zielen mit echtem Risiko.

Wie die passenden Prophylaxe-Medikamente aussehen und wann sie sinnvoll sind, ist vor allem für andere Reiseziele mit echtem Malariarisiko interessant – etwa im tropischen Festland-Afrika oder in Teilen Asiens. Für die Kapverden selbst gilt: entspannt reisen, aber den Mückenschutz nicht vergessen. Wenn Sie im Anschluss oder davor ein echtes Malariagebiet besuchen, lassen Sie sich für dieses Land gesondert reisemedizinisch beraten.

Was ist mit Dengue-Fieber?

Das ist tatsächlich der praktisch wichtigere Punkt auf den Kapverden. Während Malaria kein Thema mehr ist, tritt Denguefieber auf den Inseln zeitweise auf – teils in Form größerer Ausbrüche. Übertragen wird Dengue von der tagaktiven Tigermücke bzw. der Gelbfiebermücke (Gattung Aedes), die vor allem morgens und in den Abendstunden sticht, also zu ganz anderen Zeiten als die nachtaktive Malaria-Mücke.

Dengue verläuft oft mit hohem Fieber, starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlag; schwerere Verläufe sind möglich. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht – entscheidend ist Vorbeugung durch Mückenschutz. Ergänzend treten in der Region gelegentlich Zika-Virus-Infektionen auf, die besonders in der Schwangerschaft relevant sind. Für alle diese von Mücken übertragenen Erkrankungen ist konsequenter Stichschutz die wirksamste Maßnahme, wie wir unter Mückenschutz & Vorbeugung ausführlich beschreiben.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Weil die Dengue übertragende Aedes-Mücke tagaktiv ist, sollten Sie sich auf den Kapverden rund um die Uhr schützen – nicht nur abends. Bewährt haben sich diese Maßnahmen:

  • Hautwirksames Repellent mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin regelmäßig auf freie Hautstellen auftragen, tagsüber wie abends.
  • Lange, möglichst helle und weite Kleidung tragen; dünne Stoffe lassen sich zusätzlich mit Insektizid imprägnieren.
  • In nicht klimatisierten oder nicht insektensicheren Unterkünften unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen.
  • Stehendes Wasser (Regentonnen, Untersetzer, Eimer) meiden bzw. leeren – dort brüten Aedes-Mücken.

Dieser Expositionsschutz hilft gleich gegen mehrere Krankheiten auf einmal – Dengue, Zika und andere Stichinfektionen – und ist auf den Kapverden der eigentliche Kern der Reisevorsorge. Sollten typische Symptome wie hohes Fieber während oder nach der Reise auftreten, suchen Sie ärztliche Hilfe und erwähnen Sie das Reiseziel.

Weitere Gesundheitstipps

Über den Mückenschutz hinaus lohnt vor einer Kapverden-Reise ein Blick auf den Impfschutz. Reisemedizinisch empfohlen ist üblicherweise eine Impfung gegen Hepatitis A, je nach Reisestil und Aufenthaltsdauer zusätzlich gegen Hepatitis B und Typhus; gegen Denguefieber gibt es inzwischen eine Impfung, deren Sinn individuell abgewogen werden sollte. Achten Sie außerdem auf einen vollständigen Standard-Impfschutz (unter anderem Tetanus, Diphtherie, Masern).

Denken Sie an Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene, ausreichenden Sonnen- und Hitzeschutz sowie eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Die medizinische Versorgung ist nur in Praia (Santiago) und Mindelo (São Vicente) auf höherem Niveau gesichert; auf den Ferieninseln Sal und Boa Vista ist sie begrenzt. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist daher dringend anzuraten. Für individuelle Empfehlungen zu Impfungen und Vorsorge lassen Sie sich rechtzeitig reisemedizinisch beraten – diese Seite ersetzt kein ärztliches Gespräch.

Häufige Fragen zu Malaria auf den Kapverden

Muss ich für die Kapverden Malariatabletten nehmen?

Nein. Da die Kapverden seit Januar 2024 WHO-zertifiziert malariafrei sind, ist keine medikamentöse Malariaprophylaxe nötig – weder Tabletten zur Einnahme noch ein Stand-by-Notfallmedikament. Wichtiger ist konsequenter Mückenschutz gegen Denguefieber.

Kann man sich auf den Kapverden trotzdem mit Malaria anstecken?

Das Risiko ist für Reisende verschwindend gering. Über Jahre gab es keine einheimischen Fälle. Im Sommer 2025 wurden im Raum Praia auf Santiago einige wenige lokal übertragene Fälle durch eingeschleppte Erreger gemeldet, worauf die Behörden mit verstärkter Überwachung reagierten. Für den Bade- und Pauschaltourismus bleibt es bei der Entwarnung.

Welche Mückenkrankheit ist auf den Kapverden wirklich relevant?

Das Denguefieber. Es wird von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen und tritt auf den Inseln zeitweise auf. Deshalb ist ganztägiger Mückenschutz mit Repellent und geeigneter Kleidung die wichtigste Vorsorgemaßnahme; gelegentlich zirkuliert auch das Zika-Virus.

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Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder reisemedizinische Beratung. Der Gesundheitsstatus eines Landes kann sich ändern – informieren Sie sich vor Reiseantritt bei einer reisemedizinischen Fachstelle, einem Tropeninstitut oder Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt über die aktuellen Empfehlungen.