Das Malariarisiko in Laos ist gering und regional begrenzt: Betroffen sind vor allem ländliche, bewaldete Gebiete im Süden nahe der Grenze zu Vietnam und Kambodscha. Die Reiseziele Vientiane, Luang Prabang und Vang Vieng gelten als sehr risikoarm. Landesweit deutlich häufiger ist das durch tagaktive Mücken übertragene Dengue-Fieber.
| Malaria-Risiko | Gering und regional; für klassische Rundreisen meist keine Tablettenprophylaxe nötig |
|---|---|
| Risikogebiete | Ländlicher, bewaldeter Süden – Provinzen Attapeu, Champasak, Savannakhet, Salavan, Sekong sowie Grenzwälder zu Vietnam und Kambodscha |
| Geringes Risiko | Vientiane, Luang Prabang und Vang Vieng (Städte und beliebte Touristenrouten) |
| Empfohlener Schutz | Konsequenter Mückenschutz; Standby-Notfallmedikament nur nach ärztlicher Beratung für längere Aufenthalte im bewaldeten Süden |
| Haupterreger | Plasmodium falciparum und Plasmodium vivax; Teil der Greater-Mekong-Region mit bekannter Artemisinin-Resistenz |
| Weitere Mückenkrankheiten | Dengue-Fieber (landesweit verbreitet), Japanische Enzephalitis, Chikungunya |
Gibt es in Laos Malaria?
Ja, in Laos gibt es Malaria – das Risiko für Reisende ist jedoch gering und stark regional begrenzt. Übertragen wird die Krankheit durch nachtaktive Anopheles-Mücken, und die Übertragung konzentriert sich fast vollständig auf ländliche, bewaldete und hügelige Gebiete im Süden des Landes. Auf klassischen Touristenrouten, in Städten und im flachen Umland ist das Risiko sehr niedrig.
Laos hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht: Laut Weltgesundheitsorganisation sank die Zahl der jährlichen Malariafälle zwischen 1997 und 2022 von rund 460.000 auf etwa 2.300. Der Norden des Landes gilt inzwischen als praktisch malariafrei, während im Süden noch vereinzelte Übertragungen und gelegentliche Ausbrüche vorkommen. Als Erreger treten vor allem Plasmodium falciparum (die gefährlichere Form) und Plasmodium vivax auf. Eine Übersicht weltweiter Endemiegebiete finden Sie auf unserer Seite zu den Malaria-Risikogebieten.
Sind Luang Prabang und Vientiane sicher?
Ja. Die Hauptstadt Vientiane, die Tempelstadt Luang Prabang und der Abenteuerort Vang Vieng zählen zu den risikoärmsten Regionen des Landes. Vientiane selbst gilt als praktisch malariafrei, und auch die touristischen Zentren im Norden und entlang der gängigen Reiserouten weisen ein sehr geringes Übertragungsrisiko auf.
Wer eine typische Laos-Rundreise mit Aufenthalten in diesen Orten unternimmt, benötigt in aller Regel keine Malaria-Tablettenprophylaxe. Der wichtigste Schutz bleibt hier ein guter Mückenschutz – nicht nur wegen der Malaria, sondern vor allem wegen des in den Städten deutlich häufigeren Dengue-Fiebers. Sollten Sie einzelne Nächte in abgelegenen, bewaldeten Regionen einplanen, besprechen Sie dies vorab mit einer reisemedizinischen Beratungsstelle.
Wo besteht ein Risiko?
Ein relevantes Malariarisiko besteht vor allem im ländlichen, bewaldeten Süden von Laos. Als Gebiete mit anhaltender Übertragung gelten die Provinzen Attapeu, Champasak, Savannakhet, Salavan und Sekong sowie die Grenzwälder zu Vietnam und Kambodscha. Die Übertragung findet fast ausschließlich in abgelegenen, hügeligen und dicht bewaldeten Zonen statt – in Flachländern und höher gelegenen Regionen ist sie gering.
Besonders gefährdet sind Menschen, die sich beruflich oder über längere Zeit im Wald aufhalten, etwa bei Feldarbeit, Trekking oder Übernachtungen in einfachen Unterkünften ohne Moskitoschutz. Für Reisende auf den üblichen Routen ist das Risiko dagegen sehr niedrig. Eine wichtige Besonderheit der gesamten Greater-Mekong-Region ist die dort nachgewiesene Artemisinin-Resistenz: Malariaparasiten sprechen auf bestimmte Standardmedikamente schlechter an. Deshalb wird der Wirkstoff Artemether/Lumefantrin für Reisen nach Südostasien nicht mehr als Notfallmedikament empfohlen – ein Grund mehr, die Auswahl der Präparate der ärztlichen Beratung zu überlassen.
Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Laos?
Für die meisten Reisen nach Laos ist keine medikamentöse Chemoprophylaxe erforderlich. Bei einer klassischen Rundreise mit Stationen wie Vientiane, Luang Prabang und Vang Vieng steht der konsequente Mückenschutz im Vordergrund. Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) empfiehlt für solche Reisen in der Regel keine Dauereinnahme von Tabletten.
Anders sieht es bei längeren Aufenthalten in den bewaldeten Südregionen aus: Hier kann ein Standby-Notfallmedikament sinnvoll sein – also ein Präparat, das Sie nur im Verdachtsfall und bei fehlender ärztlicher Erreichbarkeit selbst einnehmen. Wegen der Artemisinin-Resistenz in der Mekong-Region ist die Wahl des richtigen Wirkstoffs hier besonders wichtig und gehört ausschließlich in fachkundige Hände. Konkrete Präparate und Dosierungen legen immer Ärztin oder Arzt individuell fest – abhängig von Reiseroute, Dauer, Vorerkrankungen und weiteren Medikamenten. Einen allgemeinen Überblick bietet unsere Seite zu den Prophylaxe-Medikamenten; nutzen Sie diese Informationen als Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch, nicht als Ersatz dafür.
Wie schütze ich mich vor Mückenstichen (auch Dengue)?
Der Mückenschutz ist in Laos die wichtigste Maßnahme – und er wirkt gegen Malaria ebenso wie gegen Dengue, Japanische Enzephalitis und Chikungunya. Wichtig zu wissen: Anopheles-Mücken (Malaria) stechen überwiegend in der Dämmerung und nachts, die Dengue-übertragenden Aedes-Mücken dagegen tagsüber. Deshalb ist ganztägiger Schutz sinnvoll.
- Haut mit Repellents auf Basis von DEET oder Icaridin einreiben und regelmäßig auffrischen.
- Lange, helle und locker sitzende Kleidung tragen, idealerweise mit Insektizid imprägniert.
- Unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen, besonders in einfachen Unterkünften.
- Räume mit Klimaanlage oder Fliegengittern bevorzugen und stehendes Wasser als Brutstätte meiden.
Gegen Dengue gibt es keine spezifische Behandlung, weshalb der Stichschutz hier die zentrale Rolle spielt. Eine Dengue-Impfung ist verfügbar; ob sie für Sie infrage kommt, klären Sie am besten reisemedizinisch. Ausführliche Empfehlungen finden Sie auf unseren Seiten zur Malaria-Vorbeugung.
Weitere Gesundheitstipps
Neben dem Mückenschutz sollten Sie Ihren Impfschutz rechtzeitig vor der Reise überprüfen. Das Auswärtige Amt empfiehlt für Laos Reiseimpfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis, bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition zusätzlich gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Japanische Enzephalitis sowie gegen Dengue und Chikungunya. Die Standardimpfungen nach dem deutschen Impfkalender sollten ebenfalls aktuell sein.
Achten Sie außerdem auf sichere Ernährung und Trinkwasserhygiene, um Durchfallerkrankungen vorzubeugen: nur abgekochtes oder abgefülltes Wasser trinken, Speisen gut durchgaren und rohe Lebensmittel meiden. Beachten Sie zudem die Einreisebestimmungen – seit dem 1. September 2025 müssen Reisende sich innerhalb von drei Tagen vor Ein- und Ausreise über die Lao Digital Immigration Form online registrieren. Wichtig für den Krankheitsfall: Malaria kann sich erst nach der Rückkehr bemerkbar machen. Treten innerhalb von Wochen bis Monaten nach der Reise Fieber oder grippeähnliche Beschwerden auf, suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe und weisen Sie auf den Laos-Aufenthalt hin. Welche Anzeichen auf eine Malaria hindeuten, lesen Sie auf unserer Seite zu den Symptomen.
Häufige Fragen zu Malaria in Laos
Muss ich für eine Laos-Rundreise Malariatabletten nehmen?
Für die meisten Rundreisen mit Aufenthalten in Vientiane, Luang Prabang und Vang Vieng ist keine dauerhafte Tablettenprophylaxe nötig. Im Vordergrund steht ein konsequenter Mückenschutz. Ob im Einzelfall ein Standby-Notfallmedikament sinnvoll ist, klären Sie individuell in einer reisemedizinischen Beratung.
Warum ist die Artemisinin-Resistenz in Laos wichtig?
Laos gehört zur Greater-Mekong-Region, in der Malariaparasiten teilweise schlechter auf gängige Wirkstoffe ansprechen. Deshalb wird etwa Artemether/Lumefantrin dort nicht mehr als Notfallmedikament empfohlen. Die Auswahl geeigneter Präparate sollte ausschließlich ärztlich erfolgen.
Ist Dengue in Laos gefährlicher als Malaria?
Für Reisende auf üblichen Routen ist Dengue-Fieber statistisch das häufigere Risiko, da es landesweit und auch in Städten vorkommt. Da es keine spezifische Behandlung gibt, ist ganztägiger Mückenschutz entscheidend – er wirkt zugleich gegen Malaria.
Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Empfehlungen zu Impfungen, Malariaprophylaxe und Notfallmedikamenten können sich ändern und hängen von Ihrer persönlichen Reiseplanung ab. Bitte suchen Sie rechtzeitig vor der Reise eine reisemedizinische Beratungsstelle oder Ihre Hausarztpraxis auf.