Kurz & klar: Mauritius gilt seit 1973 als offiziell malariafrei (WHO-Zertifizierung). Für Urlauber besteht praktisch kein Malariarisiko, eine Malariaprophylaxe ist nicht nötig. Relevant ist stattdessen der Schutz vor tagaktiven Aedes-Mücken, denn Denguefieber und Chikungunya treten auf der Insel zeitweise auf – 2026 läuft ein größerer Chikungunya-Ausbruch.
| Malaria-Risiko | Kein Risiko – ganzjährig kein nennenswertes Malariarisiko für Reisende |
| Status | Malariafrei (von der WHO 1973 zertifiziert, Status seither gehalten) |
| Malariaprophylaxe | Nicht nötig – keine Malariatabletten erforderlich |
| Wichtigster Mückenschutz | Konsequenter Schutz am Tag gegen Dengue und Chikungunya (Aedes-Mücke) |
| Weitere Mückenkrankheiten | Denguefieber, Chikungunya (2026 aktiver Ausbruch), selten Rift-Valley-Fieber |
Die häufigsten Fragen zu Malaria auf Mauritius:
Gibt es auf Mauritius Malaria?
Nein. Mauritius ist malariafrei, und für Urlauber besteht praktisch kein Malariarisiko. Die Insel im Indischen Ozean zählt zu den wenigen tropischen Reisezielen, in denen Sie sich um Malaria keine Sorgen machen müssen – ein wesentlicher Grund, warum sich Mauritius so gut als entspanntes Strand-, Luxus- und Flitterwochenziel eignet. Die Weltgesundheitsorganisation führt das Land offiziell auf der Liste der als malariafrei zertifizierten Staaten. Vereinzelt gemeldete Fälle bei Menschen betreffen sogenannte importierte Infektionen: Reisende oder Zuwanderer, die sich den Malaria-Erreger in anderen Ländern zugezogen haben. Eine anhaltende lokale Übertragung durch einheimische Mücken findet nicht statt. Für den typischen Badeurlaub, eine Rundreise oder einen Honeymoon-Aufenthalt gilt daher: Malaria ist auf Mauritius kein Thema. Deutlich wichtiger als das nicht vorhandene Malariarisiko ist der Schutz vor anderen, durch Mücken übertragenen Erkrankungen – dazu weiter unten mehr. Wenn Sie parallel weitere tropische Ziele bereisen, lohnt vorab ein Blick auf die Malaria-Risikogebiete, denn dort kann die Lage anders aussehen.
Warum gilt Mauritius als malariafrei?
Mauritius wurde 1973 von der WHO offiziell als malariafrei zertifiziert und hält diesen Status seit über 50 Jahren. Vorausgegangen waren groß angelegte Bekämpfungsprogramme: Bereits ab den späten 1940er-Jahren senkten intensive Kampagnen – unter anderem mit Innenraum-Sprühbehandlungen – die Erkrankungszahlen drastisch, und die lokale Übertragung wurde Ende der 1960er-Jahre unterbrochen. Der Inselcharakter erleichtert die Kontrolle zusätzlich, weil das Land klar abgegrenzt ist und Überwachung sowie Mückenbekämpfung gezielt greifen. Weil auf Mauritius grundsätzlich Mücken vorkommen, die theoretisch Malaria übertragen könnten, betreibt das Gesundheitssystem des Landes ein aktives Überwachungs- und Präventionsprogramm: Ankommende mit Fieber aus Risikoregionen werden getestet, um zu verhindern, dass eingeschleppte Fälle eine neue lokale Übertragung auslösen. Diese konsequente Vorsorge ist der Grund, warum Mauritius trotz tropischen Klimas dauerhaft malariafrei bleibt. Für Sie als Reisende bedeutet das ein sehr hohes Maß an Sicherheit in Bezug auf Malaria.
Brauche ich für Mauritius eine Malariaprophylaxe?
Nein, eine Malariaprophylaxe ist für Mauritius nicht nötig. Da kein Malariarisiko besteht, empfehlen reisemedizinische Fachstellen wie das Centrum für Reisemedizin (CRM) und Tropeninstitute keine vorbeugende Einnahme von Malariatabletten. Sie müssen also weder eine Chemoprophylaxe einnehmen noch ein Notfallmedikament (Standby-Therapie) mitführen. Das erspart Ihnen mögliche Nebenwirkungen und Kosten der Präparate. Informationen zu Prophylaxe-Medikamenten sind nur relevant, falls Ihre Reise zusätzlich Länder mit tatsächlichem Malariarisiko umfasst – für Mauritius selbst spielt das keine Rolle. Wichtig zum Einordnen: „Keine Malariaprophylaxe nötig“ heißt nicht „kein Mückenschutz nötig“. Da auf Mauritius andere, durch Mücken übertragene Krankheiten vorkommen, bleibt konsequenter Schutz vor Stichen die zentrale Vorsorgemaßnahme. Wer sichergehen möchte, lässt sich vor der Reise individuell reisemedizinisch beraten – besonders bei chronischen Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Reisen mit kleinen Kindern.
Was ist mit Dengue und Chikungunya?
Denguefieber und Chikungunya sind die eigentlich relevanten mückenübertragenen Erkrankungen auf Mauritius. Beide werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen und können – anders als Malaria – auf der Insel zeitweise auftreten. 2026 verzeichnet Mauritius einen größeren Chikungunya-Ausbruch: Bis Mitte Mai 2026 wurden mehr als 3.300 bestätigte Fälle gemeldet, mit Schwerpunkt in dicht besiedelten Orten im Inselzentrum wie Quatre-Bornes, Rose-Hill und Beau-Bassin; auch die Nachbarinsel Rodrigues war betroffen. Internationale Gesundheitsbehörden haben dazu Reisehinweise herausgegeben. Chikungunya äußert sich typischerweise mit hohem Fieber und starken, teils langanhaltenden Gelenkschmerzen; Denguefieber verläuft mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und kann in seltenen Fällen schwerer verlaufen. Gegen Chikungunya gibt es inzwischen eine zugelassene Impfung, die Reisemediziner bei Aufenthalten in aktuellen Ausbruchsgebieten je nach Alter und Gesundheitszustand empfehlen können – lassen Sie sich dazu individuell ärztlich beraten. Die wirksamste und für alle geltende Maßnahme bleibt jedoch der konsequente Mückenschutz am Tag. Woran Sie eine Infektion erkennen, lesen Sie unter Symptome.
Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?
Weil die Aedes-Mücke tagaktiv ist, ist Mückenschutz auf Mauritius nicht nur eine Sache der Dämmerung, sondern rund um die Uhr wichtig – von den frühen Morgenstunden bis in den Abend. Bewährt hat sich eine Kombination mehrerer Maßnahmen:
- Repellents: Tragen Sie Mückenschutzmittel mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin regelmäßig auf unbedeckte Haut auf, auch tagsüber.
- Kleidung: Lange, helle und möglichst weite Kleidung reduziert die Angriffsfläche; imprägnierte Kleidung bietet zusätzlichen Schutz.
- Unterkunft: Nutzen Sie Klimaanlage, Fliegengitter an Fenstern und Türen sowie bei Bedarf ein Moskitonetz.
- Umgebung: Meiden Sie in Ausbruchszeiten wenn möglich stehende Wasseransammlungen in der Nähe, in denen die Mücken brüten können.
Diese Regeln schützen gleichzeitig vor Dengue und Chikungunya und sind die wichtigste Gesundheitsvorsorge für Ihren Mauritius-Urlaub. Ausführliche Hinweise zum richtigen Vorgehen finden Sie unter Mückenschutz & Vorbeugung.
Weitere Gesundheitstipps
Für die Einreise aus Deutschland sind für Mauritius keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Achten Sie dennoch darauf, dass Ihre Standardimpfungen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission auf dem aktuellen Stand sind – insbesondere Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Masern und Polio. Als Reiseimpfung wird üblicherweise Hepatitis A empfohlen; je nach Reisestil und Dauer können zusätzlich Hepatitis B, Typhus und – abseits guter medizinischer Infrastruktur oder bei Tierkontakt – Tollwut sinnvoll sein. Angesichts der aktuellen Lage kann auch eine Impfung gegen Chikungunya in Betracht kommen. Die medizinische Versorgung auf Mauritius ist in den Ballungsräumen ordentlich, in privaten Kliniken guter Standard; eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport wird dringend empfohlen. Trinken Sie in einfacheren Unterkünften bevorzugt abgefülltes Wasser, schützen Sie sich mit hohem Lichtschutzfaktor vor der intensiven tropischen Sonne und meiden Sie den Kontakt mit streunenden Tieren. Klären Sie individuelle Fragen – etwa zu Impfungen oder Vorerkrankungen – rechtzeitig vor der Abreise in einer reisemedizinischen Beratung.
Muss ich für Mauritius Malariatabletten nehmen?
Nein. Mauritius ist malariafrei, deshalb sind Malariatabletten weder als Prophylaxe noch als Notfallmedikament erforderlich. Reisemedizinische Fachstellen raten für die Insel ausdrücklich nicht zu einer Malariaprophylaxe. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf konsequenten Mückenschutz gegen Dengue und Chikungunya.
Ist Mauritius trotz Chikungunya sicher zu bereisen?
Mauritius bleibt ein beliebtes Reiseziel; der 2026 aktive Chikungunya-Ausbruch bedeutet vor allem, dass Sie den Mückenschutz besonders ernst nehmen sollten. Wer sich tagsüber konsequent vor Stichen schützt und gegebenenfalls die Impfung mit einem Reisemediziner bespricht, reduziert das Risiko deutlich. Informieren Sie sich vor der Reise über die aktuelle Lage.
Gibt es auf Mauritius Gelbfieber?
Nein, Gelbfieber kommt auf Mauritius nicht vor. Eine Gelbfieberimpfung kann jedoch als Nachweis verlangt werden, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen. Bei direkter Anreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung nötig.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder reisemedizinische Beratung. Angaben zu Ausbruchslage, Fallzahlen und Impfempfehlungen können sich kurzfristig ändern. Bitte prüfen Sie vor Reiseantritt die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts sowie einer reisemedizinischen Fachstelle und lassen Sie sich bei gesundheitlichen Fragen persönlich beraten.