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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Myanmar: Bagan, Risiko & Schutz

In Myanmar (Birma) besteht Malaria, das Risiko für Reisende ist jedoch gering und stark regional geprägt. Betroffen sind vor allem ländliche, bewaldete Grenzregionen. Die klassischen Reiseziele Yangon, Mandalay, Bagan und der Inle-See gelten als sehr risikoarm. Landesweit verbreitet ist dagegen das ganzjährig übertragene Dengue-Fieber.

Malaria-RisikoGering und regional begrenzt, ganzjährig; hohes Risiko nur in abgelegenen ländlichen und bewaldeten Grenzregionen
RisikogebieteLändliche und bewaldete Grenzregionen: Kachin, Rakhine, Shan, Kayin sowie Gebiete westlich des Irrawaddy und im nördlichen Sagaing
Geringes RisikoYangon (Rangun), Mandalay, Bagan und der Inle-See – die üblichen touristischen Ziele
Empfohlener SchutzKonsequenter Mückenschutz; für Standardreisen keine Chemoprophylaxe, für längere Aufenthalte in Grenzregionen ggf. Standby-Notfallmedikament nach Beratung
HaupterregerPlasmodium falciparum und Plasmodium vivax; Besonderheit: Artemisinin-Resistenz in der Greater-Mekong-Region
Weitere MückenkrankheitenDengue-Fieber (landesweit, ganzjährig, tagaktive Mücken), zudem Japanische Enzephalitis und Chikungunya

Gibt es in Myanmar Malaria?

Ja, Malaria kommt in Myanmar vor, doch das Risiko für Reisende ist insgesamt gering und regional sehr unterschiedlich verteilt. Übertragen wird die Krankheit ganzjährig durch nachtaktive Anopheles-Mücken. Die weitaus höchste Übertragung findet in abgelegenen, ländlichen und bewaldeten Gebieten sowie in den Grenzregionen statt – also dort, wo sich die meisten Urlauber gar nicht aufhalten.

Als Haupterreger treten Plasmodium falciparum (Auslöser der gefährlichen Malaria tropica) und Plasmodium vivax auf. Eine reisemedizinische Besonderheit ist, dass Myanmar zur sogenannten Greater-Mekong-Region gehört, in der eine teilweise Artemisinin-Resistenz bestätigt ist. Artemisinin-Kombinationspräparate gelten weltweit als Standard zur Behandlung der Malaria tropica – ihre nachlassende Wirksamkeit macht eine frühe Diagnose und die richtige Medikamentenwahl im Ernstfall besonders wichtig. Wie Sie eine Erkrankung erkennen, lesen Sie auf unserer Seite zu den Symptomen.

Sind Bagan, Yangon und der Inle-See sicher?

Ja, aus Sicht der Malaria gelten die klassischen Reiseziele als sehr risikoarm. Wer eine typische Rundreise mit Yangon (Rangun), Mandalay, den Tempeln von Bagan und dem Inle-See unternimmt, bewegt sich in Städten und höher gelegenen bzw. offenen Gebieten mit sehr geringer Malaria-Übertragung. Für diese Standardrouten ist in aller Regel keine vorbeugende Malaria-Einnahme notwendig.

Wichtiger ist auf diesen Reisen der Schutz vor Dengue-Fieber, das gerade in urbanen Regionen und rund um den Inle-See vorkommen kann und von tagaktiven Mücken übertragen wird. Konsequenter Mückenschutz deckt beide Risiken zugleich ab und ist auf jeder Myanmar-Reise die wichtigste Maßnahme.

Wo besteht ein Risiko?

Ein nennenswertes bis hohes Malaria-Risiko besteht vor allem in ländlichen, tief gelegenen und bewaldeten Gebieten sowie in mehreren Grenzregionen. Betroffen sind insbesondere die Bundesstaaten Kachin im Norden, Rakhine im Westen, Shan im Osten und Kayin (Karen) im Südosten, dazu Gebiete westlich des Flusses Irrawaddy und im nördlichen Teil der Region Sagaing sowie küstennahe Zonen an der Grenze zu Bangladesch und Thailand.

Wer sich in solchen Regionen länger aufhält – etwa bei Trekkingtouren, Feldarbeit oder Aufenthalten in einfachen Unterkünften ohne Klimatisierung – hat ein deutlich höheres Übertragungsrisiko als auf einer Städte- und Kulturrundreise. Einen Überblick über die weltweite Verbreitung bietet unsere Seite zu den Malaria-Risikogebieten.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Myanmar?

Für die meisten Reisenden lautet die Antwort: nein. Für touristische Standardreisen zu Zielen wie Yangon, Mandalay, Bagan und dem Inle-See wird in der Regel keine medikamentöse Chemoprophylaxe empfohlen – hier steht konsequenter Mückenschutz im Vordergrund.

Anders sieht es bei längeren Aufenthalten in den bewaldeten ländlichen Grenzregionen aus. Hierfür kann die Mitnahme eines Standby-Notfallmedikaments (Notfallselbstbehandlung) sinnvoll sein, das nur bei Fieber und fehlender ärztlicher Hilfe eingenommen wird. Wegen der Artemisinin-Resistenz in der Greater-Mekong-Region ist die richtige Wirkstoffwahl entscheidend. Ob Notfallmedikament oder in Einzelfällen eine Prophylaxe sinnvoll ist, hängt von Reiseroute, Dauer und Jahreszeit ab und gehört in eine individuelle reisemedizinische Beratung idealerweise sechs Wochen vor Abreise. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung und nennt bewusst keine individuellen Dosierungen. Hintergründe finden Sie auf unseren Seiten zur Malaria-Vorbeugung und zu den Prophylaxe-Medikamenten.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen (auch Dengue)?

Der Mückenschutz ist in Myanmar die wichtigste Schutzmaßnahme – er wirkt zugleich gegen Malaria und gegen Dengue. Da die Malaria-Mücken nachtaktiv, die Dengue-Mücken hingegen tagaktiv sind, empfiehlt sich ein Schutz rund um die Uhr:

  • Hautabweisende Mittel (Repellents) mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin auf unbedeckte Haut auftragen und tagsüber wie abends erneuern.
  • Lange, helle und weite Kleidung tragen, in Risikogebieten möglichst imprägniert.
  • Unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen, wenn die Unterkunft nicht mückensicher oder klimatisiert ist.
  • Räume mit Klimaanlage, Fliegengittern und Ventilatoren bevorzugen.

Gegen Dengue gibt es zudem eine Impfung, die für bestimmte Reisende infrage kommen kann – auch das ist ein Thema für die reisemedizinische Beratung.

Weitere Gesundheitstipps

Neben Malaria und Dengue sind in Myanmar Erkrankungen durch verunreinigtes Wasser und Nahrung häufig. Achten Sie auf Trink- und Nahrungsmittelhygiene: nur abgekochtes oder abgefülltes Wasser trinken, auf Eiswürfel verzichten und Speisen frisch und durchgegart verzehren. Zum Standardschutz gehören ein aktueller Impfschutz sowie ein Vorrat an persönlichen Medikamenten, da die medizinische Versorgung außerhalb der großen Städte eingeschränkt ist.

Zur Sicherheitslage: Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor Reisen nach Myanmar und empfiehlt deutschen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen. Diese Seite behandelt ausschließlich die medizinischen Aspekte – die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sollten Sie vor einer Reiseentscheidung unbedingt prüfen.

Häufige Fragen zu Malaria in Myanmar

Ist eine Malariaprophylaxe für eine Rundreise mit Bagan und Inle-See nötig?

Für eine typische Kultur- und Städtereise zu Yangon, Mandalay, Bagan und dem Inle-See ist in der Regel keine vorbeugende Malaria-Einnahme erforderlich. Diese Ziele gelten als sehr risikoarm. Im Vordergrund steht der konsequente Mückenschutz, der zugleich gegen Dengue schützt.

Was bedeutet die Artemisinin-Resistenz für Reisende?

Myanmar liegt in der Greater-Mekong-Region, in der einige Erreger teilweise gegen Artemisinin unempfindlich geworden sind. Für Reisende heißt das vor allem: Bei Fieber im oder nach dem Aufenthalt in Risikogebieten sofort ärztlich abklären lassen und die Medikamentenwahl im Vorfeld reisemedizinisch beraten lassen.

Wann kann Malaria nach der Rückkehr noch auftreten?

Symptome können sich mit Verzögerung zeigen. Bei P. vivax ist ein Ausbruch auch Wochen bis Monate nach der Reise möglich. Treten nach einem Myanmar-Aufenthalt Fieber oder grippeähnliche Beschwerden auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen und die Reise erwähnen.

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Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche oder reisemedizinische Beratung. Empfehlungen zur Malariaprophylaxe können sich ändern und hängen von Ihrer Reiseroute, Reisedauer und Ihrem Gesundheitszustand ab. Lassen Sie sich vor der Reise individuell in einer reisemedizinischen Beratungsstelle beraten. Individuelle Dosierungen nennt diese Seite bewusst nicht.