Reiseland prüfen
StartMalaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht › Malaria in Peru: Amazonas, Machu Picchu & Schutz
Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Peru: Amazonas, Machu Picchu & Schutz

Malaria kommt in Peru nur regional vor: Betroffen ist fast ausschließlich das Amazonas-Tiefland, allen voran die Region Loreto mit Iquitos. Die klassischen Reiseziele Machu Picchu, Cusco, Lima, Nazca, das Heilige Tal und der Titicacasee gelten wegen ihrer Höhenlage als malariafrei.

Malaria-RisikoRegional begrenzt – hohes Risiko im Amazonas-Tiefland, Rest des Landes gering bis malariafrei
RisikogebietAmazonas-Tiefland unter 2.500 m, v. a. Region Loreto mit Iquitos (rund 98 % aller Fälle), Grenzgebiete zu Brasilien und Bolivien
Malariafreie GebieteMachu Picchu, Cusco, Lima, Nazca, Heiliges Tal, Titicacasee, Arequipa, Puno – alle Höhenlagen ab 2.500 m
Empfohlener SchutzAmazonas: Chemoprophylaxe oder Standby-Notfallmedikament plus Mückenschutz; Andenrundreise: nur konsequenter Mückenschutz
HaupterregerÜberwiegend Plasmodium vivax (rund 85 %, Malaria tertiana), auch Plasmodium falciparum (rund 15 %, Malaria tropica)
Weitere MückenkrankheitenDengue, Chikungunya, Zika, Oropouche-Fieber, Gelbfieber (im Tiefland/Amazonas)

Gibt es in Peru Malaria?

Ja, in Peru gibt es Malaria – allerdings nur regional und nicht im ganzen Land. Das Risiko konzentriert sich fast vollständig auf das Amazonas-Tiefland im Nordosten. Für die meisten klassischen Peru-Rundreisen durch die Anden besteht dagegen kein Malariarisiko. Ob Sie überhaupt betroffen sind, hängt also allein von Ihrer Reiseroute ab. Wer den Regenwald besucht, sollte sich schützen; wer nur Machu Picchu, Cusco und den Titicacasee bereist, hat mit Malaria praktisch nichts zu tun. Peru zählt nach Brasilien zu den Ländern Südamerikas mit den meisten gemeldeten Fällen: 2023 wurden rund 22.300 Erkrankungen registriert, davon etwa 84 % in der Region Loreto. Eine Übersicht aller weltweiten Verbreitungsgebiete finden Sie unter Malaria-Risikogebiete.

Wo ist das Risiko (Amazonas/Iquitos)?

Das eigentliche Malariagebiet Perus ist das tropische Tiefland östlich der Anden unterhalb von etwa 2.500 Metern. Ganzjährig hohes Risiko herrscht in der Region Loreto, in der die Dschungelmetropole Iquitos liegt – hier treten rund 98 % aller Malariafälle des Landes auf. Betroffen sind außerdem die nördlichen Teile der Region Amazonas sowie die Grenzgebiete zu Brasilien und Bolivien. Typische Reiseziele in dieser Zone sind Iquitos selbst, Dschungel-Lodges am Amazonas und seinen Nebenflüssen (etwa im Nationalpark Pacaya-Samiria) sowie Flusskreuzfahrten. In den übrigen tiefer gelegenen Landesteilen ist das Risiko gering. Wer eine Amazonas-Etappe plant, sollte die Vorsorge frühzeitig mit einer reisemedizinischen Beratung klären. Wie Sie generell vorbeugen, lesen Sie unter Malaria-Vorbeugung.

Sind Machu Picchu, Cusco und Lima malariafrei?

Ja. Machu Picchu, Cusco, Lima, Nazca, das Heilige Tal und der Titicacasee gelten als malariafrei. Der Grund ist die Höhenlage: Ab etwa 2.500 Metern kommt die Überträgermücke (Anopheles) praktisch nicht mehr vor, und auch die Küstenmetropole Lima liegt außerhalb des Verbreitungsgebiets. Cusco liegt auf rund 3.400 Metern, der Titicacasee sogar auf etwa 3.800 Metern – für Malaria viel zu hoch. Für eine reine Anden- und Hochland-Rundreise ist daher keine Malariaprophylaxe nötig. Das entbindet nicht vom allgemeinen Mückenschutz, denn in tiefer gelegenen Zwischenstopps können andere durch Mücken übertragene Krankheiten wie Dengue auftreten. Wer sich unsicher ist, ob einzelne Etappen betroffen sind, sollte die konkrete Route reisemedizinisch prüfen lassen.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Peru?

Das hängt von Ihrer Route ab. Für die klassische Andenrundreise (Lima, Cusco, Heiliges Tal, Machu Picchu, Titicacasee, Nazca) ist keine Chemoprophylaxe erforderlich – hier genügt konsequenter Mückenschutz. Planen Sie dagegen einen Aufenthalt im Amazonas-Tiefland, etwa in Iquitos oder einer Dschungel-Lodge, kommen je nach Dauer, Reisestil und Region eine medikamentöse Vorbeugung (Chemoprophylaxe) oder ein Standby-Notfallmedikament in Betracht. Häufig eingesetzt wird die Kombination Atovaquon-Proguanil; einen Überblick über die verfügbaren Wirkstoffe bietet die Seite Prophylaxe-Medikamente. Welches Vorgehen im Einzelfall sinnvoll ist und wie die genaue Einnahme aussieht, legt ausschließlich eine persönliche reisemedizinische Beratung fest – idealerweise vier bis sechs Wochen vor Abreise. Individuelle Dosierungen enthält diese Seite bewusst nicht.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Mückenschutz ist auf jeder Peru-Reise ins Tiefland die wichtigste Einzelmaßnahme – er wirkt gegen Malaria und zugleich gegen Dengue, Chikungunya und Zika. Empfehlenswert sind Repellentien mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin auf allen unbedeckten Hautstellen, dazu lange, helle und möglichst weite Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Die Anopheles-Mücke, die Malaria überträgt, sticht vor allem in der Dämmerung und nachts; tagsüber sind die Dengue-Überträger aktiv – deshalb ist ganztägiger Schutz sinnvoll. Für die Nacht empfiehlt sich ein imprägniertes Moskitonetz, sofern die Unterkunft nicht klimatisiert und mückensicher ist. In Dschungel-Lodges lohnt es sich, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Diese Maßnahmen ersetzen im Risikogebiet keine ärztlich empfohlene Vorbeugung, sind aber immer die Grundlage.

Weitere Gesundheitstipps

Neben Malaria spielt in Perus Tiefland vor allem Dengue eine Rolle; hinzu kommen Chikungunya, Zika und das Oropouche-Fieber. Für Reisen ins Amazonasgebiet ist außerdem eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben, deren Nachweis kontrolliert werden kann – sie sollte mindestens zehn Tage vor Einreise ins Risikogebiet erfolgen. Ein ganz eigenes Thema ist auf der Andenroute die Höhenkrankheit: In Cusco (rund 3.400 m) und am Titicacasee (rund 3.800 m) sollten Sie die ersten Tage ruhig angehen, viel trinken und den Aufstieg möglichst langsam gestalten. Achten Sie generell auf Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene. Sollten nach der Rückkehr aus dem Tiefland Fieber oder grippeähnliche Beschwerden auftreten, suchen Sie umgehend ärztlichen Rat und erwähnen Sie die Tropenreise – eine Malaria kann noch Wochen später ausbrechen. Welche Warnzeichen wichtig sind, zeigt die Seite Symptome.

Braucht man für Machu Picchu Malariaprophylaxe?

Nein. Machu Picchu und der Zustieg über das Heilige Tal liegen in Höhenlagen ohne Malariarisiko. Eine Chemoprophylaxe ist dafür nicht nötig; ein Mückenschutz gegen andere Erreger bleibt dennoch sinnvoll.

Ist Iquitos ein Malariagebiet?

Ja. Iquitos liegt mitten im Amazonas-Tiefland der Region Loreto, dem Gebiet mit dem höchsten Malariarisiko Perus. Für Aufenthalte hier ist eine reisemedizinische Beratung zu Vorbeugung oder Standby-Medikament dringend zu empfehlen.

Welcher Malaria-Erreger kommt in Peru vor?

In Peru überwiegt Plasmodium vivax (Malaria tertiana) mit rund 85 % der Fälle. Die gefährlichere Plasmodium falciparum (Malaria tropica) macht landesweit etwa 15 % aus, ist in einzelnen Herden der Region Loreto aber deutlich häufiger.

Reise nach Peru finden

Angebote vergleichen · in Kooperation mit reise.de

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder reisemedizinische Beratung. Empfehlungen zu Malariaschutz, Impfungen und Medikamenten hängen von Reiseroute, Reisedauer, Jahreszeit und persönlichen Gesundheitsfaktoren ab. Lassen Sie sich rechtzeitig – idealerweise vier bis sechs Wochen vor Abreise – in einer reisemedizinischen Sprechstunde oder bei einem Tropeninstitut individuell beraten. Konkrete Dosierungen und die Auswahl eines Medikaments trifft ausschließlich Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.