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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria auf den Salomonen: Risiko & Prophylaxe

Auf den Salomonen herrscht ganzjährig und landesweit ein hohes Malariarisiko. Neben Plasmodium falciparum tritt ein hoher Anteil Plasmodium vivax auf. Für alle Reisen gelten konsequenter Mückenschutz und eine medikamentöse Chemoprophylaxe als dringend empfohlen.

Malaria-RisikoHoch – eines der wenigen verbliebenen Hochrisiko-Länder im Pazifik (neben Papua-Neuguinea und Vanuatu)
VerbreitungLandesweit, ganzjährig; besonders Guadalcanal und die Hauptstadt Honiara
Risikoärmere GebieteNur einige entlegene Inseln im äußersten Osten und Süden gelten als weitgehend malariafrei
SaisonGanzjährig, kein saisonaler Rückgang (tropisches Klima)
Empfohlener SchutzMückenschutz plus Chemoprophylaxe für alle Reisen
HaupterregerPlasmodium falciparum (Malaria tropica, gefährlichste Form) und hoher Anteil Plasmodium vivax (Malaria tertiana)
Weitere MückenkrankheitenDengue-Fieber (landesweit), Zika-Virus
Auf einen Blick:

  • Gibt es auf den Salomonen Malaria?
  • Wie hoch ist das Risiko?
  • Brauche ich eine Malariaprophylaxe für die Salomonen?
  • Welches Medikament wird empfohlen?
  • Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?
  • Weitere Gesundheitstipps

Gibt es auf den Salomonen Malaria?

Ja. Auf den Salomonen gibt es Malaria – und zwar ganzjährig und nahezu im gesamten Land. Der Inselstaat gehört gemeinsam mit Papua-Neuguinea und Vanuatu zu den wenigen Regionen im Pazifik, in denen die Krankheit noch weit verbreitet ist. Während viele tropische Reiseziele die Malaria stark zurückgedrängt haben, bleibt die Übertragung auf den Salomonen hoch. Besonders betroffen sind die bevölkerungsreiche Hauptinsel Guadalcanal und die Hauptstadt Honiara. Nur einige abgelegene Inseln im äußersten Osten und Süden gelten als weitgehend malariafrei. Wer die Salomonen bereist, sollte das Thema Malaria daher von Anfang an ernst nehmen. Ausführliche Informationen zur weltweiten Verbreitung finden Sie auf unserer Übersicht der Malaria-Risikogebiete.

Wie hoch ist das Risiko?

Das Malariarisiko auf den Salomonen ist hoch. Es besteht landesweit und ohne saisonale Pause, da das tropische Klima die übertragenden Anopheles-Mücken das ganze Jahr über begünstigt. Reisemedizinische Fachstellen stufen das Land in dieselbe Kategorie ein wie das benachbarte Papua-Neuguinea. Erschwerend kommt hinzu, dass auf den Salomonen mehrfach resistente Erreger vorkommen: P. falciparum zeigt Resistenzen gegen mehrere Wirkstoffe, und auch chloroquinresistente P. vivax-Stämme wurden nachgewiesen. Das schränkt die Auswahl geeigneter Prophylaxe-Medikamente ein. Wegen des hohen Anteils an P. falciparum, dem Erreger der potenziell lebensbedrohlichen Malaria tropica, ist bei Fieber während oder nach der Reise besondere Wachsamkeit geboten. Die möglichen Symptome reichen von Fieber und Schüttelfrost über Kopf- und Gliederschmerzen bis zu grippeähnlichen Beschwerden.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für die Salomonen?

Ja. Für Reisen auf die Salomonen wird eine medikamentöse Chemoprophylaxe für alle Reisen empfohlen – zusätzlich zum konsequenten Mückenschutz. Diese Empfehlung gilt aufgrund des hohen, ganzjährigen Risikos und des großen Anteils gefährlicher P. falciparum-Infektionen unabhängig von Reisedauer oder Reisestil. Anders als in Ländern mit nur geringem Risiko, in denen oft eine Notfall-Selbstbehandlung ausreicht, ist auf den Salomonen die durchgehende Einnahme eines Prophylaxe-Medikaments angezeigt. Welches Präparat für Sie persönlich infrage kommt, hängt von Vorerkrankungen, weiteren Medikamenten und Verträglichkeit ab. Klären Sie dies rechtzeitig vor der Abreise in einer reisemedizinischen Beratung. Grundlagen und Wirkprinzip erläutert unsere Seite zur Malaria-Vorbeugung.

Welches Medikament wird empfohlen?

Zur Chemoprophylaxe auf den Salomonen kommen vor allem zwei Wirkstoffe infrage: Atovaquon-Proguanil (bekannt als Malarone®) sowie Doxycyclin. Beide gelten in Gebieten mit resistenten Erregern als geeignet. Atovaquon-Proguanil wird häufig als erste Wahl genannt und ist meist gut verträglich; Doxycyclin ist eine bewährte Alternative, in Deutschland für diese Anwendung jedoch nicht ausdrücklich zugelassen (Off-Label). In bestimmten Fällen kann auch Mefloquin erwogen werden. Welches Präparat im Einzelfall am besten passt, richtet sich nach Reisedauer, Nebenwirkungsprofil und individuellen Faktoren. Eine Übersicht über die verfügbaren Wirkstoffe bietet unsere Seite zu den Prophylaxe-Medikamenten. Individuelle Dosierungen nennen wir hier bewusst nicht – die konkrete Verordnung und Einnahmedauer gehören in ärztliche Hand.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Der Schutz vor Mückenstichen ist die wichtigste Grundlage jeder Malariavorbeugung, denn kein Medikament bietet hundertprozentigen Schutz. Beachten Sie folgende Maßnahmen:

  • Tragen Sie helle, körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel und lange Hosen), besonders in der Dämmerung und nachts, wenn die Anopheles-Mücken am aktivsten sind.
  • Verwenden Sie auf unbedeckter Haut ein wirksames Insektenschutzmittel (Repellent) und tragen Sie es bei Bedarf mehrmals täglich neu auf.
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz, wenn die Unterkunft nicht klimatisiert oder mückensicher ist.
  • Nutzen Sie in Risikogebieten mit Insektizid behandelte Kleidung und mückensichere Schlafräume.

Da Dengue- und Zika-Viren durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen werden, ist Mückenschutz auch tagsüber sinnvoll – nicht nur zur Malariavorbeugung in den Abend- und Nachtstunden.

Weitere Gesundheitstipps

Neben Malaria kommt auf den Salomonen landesweit Dengue-Fieber vor, das durch tagaktive Mücken übertragen wird; auch Zika-Infektionen wurden gemeldet. Eine Zika-Infektion in der Schwangerschaft kann zu Fehlbildungen beim Kind führen – Schwangere sollten das Reiseziel besonders sorgfältig abwägen. Als Reiseimpfungen werden je nach Aufenthalt Hepatitis A sowie bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition Hepatitis B und Typhus empfohlen; die Standardimpfungen nach STIKO sollten aktuell sein. Ein Nachweis der Gelbfieberimpfung wird nur bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Achten Sie außerdem auf sichere Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene. Da die medizinische Versorgung außerhalb Honiaras begrenzt ist, empfehlen sich eine gute Reiseapotheke und eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport. Lassen Sie sich rechtzeitig reisemedizinisch beraten.

Häufige Fragen zu Malaria auf den Salomonen

Ist die Malaria auf den Salomonen ganzjährig ein Thema?

Ja. Wegen des tropischen Klimas gibt es keine malariafreie Jahreszeit. Das Risiko besteht das ganze Jahr über landesweit, weshalb Chemoprophylaxe und Mückenschutz für jede Reise gelten – unabhängig vom Reisemonat.

Reicht Mückenschutz allein aus, oder brauche ich Tabletten?

Mückenschutz allein reicht auf den Salomonen nicht aus. Wegen des hohen Risikos und des großen Anteils gefährlicher P. falciparum-Erreger wird zusätzlich eine durchgehende medikamentöse Chemoprophylaxe empfohlen. Beide Maßnahmen ergänzen sich.

Kann Malaria noch nach der Rückkehr ausbrechen?

Ja. Vor allem P. vivax kann Wochen bis Monate nach der Reise Beschwerden verursachen. Suchen Sie bei Fieber nach einem Aufenthalt auf den Salomonen umgehend ärztliche Hilfe und weisen Sie auf die Reise hin.

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Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Die Wahl und Dosierung einer Malariaprophylaxe sowie alle Impfentscheidungen sollten vor der Reise mit einer reisemedizinischen Fachärztin oder einem Facharzt besprochen werden. Angaben ohne Gewähr, Stand 2026.