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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Simbabwe: Victoriafälle, Safari & Schutz

In Simbabwe besteht ein regional und saisonal begrenztes Malariarisiko: hoch im Sambesi-Tal, an den Victoriafällen und im Tiefland, vor allem in der Regenzeit von November bis Juni. Harare und das zentrale Hochland (Highveld) gelten als risikoarm bis risikofrei. Fast alle Fälle gehen auf Plasmodium falciparum zurück.

Malaria-RisikoRegional und saisonal – hoch im Tiefland, gering im Hochland
RisikogebieteSambesi-Tal, Victoriafälle, Norden, Osten und Südwesten, Tiefland unter etwa 1.200 m
Risikoärmere GebieteHarare, Bulawayo und das zentrale Hochland (Highveld)
Saison mit höchstem RisikoRegenzeit November bis Juni (im Sambesi-Tal teils ganzjährig)
Empfohlener SchutzChemoprophylaxe für Victoriafälle/Tiefland in der Risikosaison, sonst je nach Region Standby-Medikation und konsequenter Mückenschutz
HaupterregerPlasmodium falciparum (Malaria tropica), über 98 % der Fälle
Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

  • Gibt es in Simbabwe überhaupt Malaria?
  • Wie hoch ist das Risiko an den Victoriafällen?
  • In welcher Jahreszeit ist das Risiko am größten?
  • Brauche ich eine Malariaprophylaxe für meine Reise?
  • Welches Medikament wird empfohlen?
  • Wie schütze ich mich am besten vor Mückenstichen?

Gibt es in Simbabwe Malaria?

Ja, in Simbabwe gibt es Malaria – allerdings verteilt sich das Risiko sehr ungleichmäßig über das Land. Entscheidend sind Höhenlage, Nähe zu Gewässern und die Jahreszeit. Hoch ist das Risiko im tief gelegenen Sambesi-Tal, an den Victoriafällen sowie im Norden, Osten und Südwesten des Landes. Höher gelegene Regionen wie die Hauptstadt Harare, Bulawayo und das zentrale Hochland (Highveld) gelten dagegen als risikoarm oder risikofrei, weil die Überträgermücken oberhalb von etwa 1.200 Metern kaum vorkommen. Wer also nur das Hochland bereist, hat ein deutlich geringeres Risiko als jemand, der in die Nationalparks des Tieflands oder an den Sambesi reist. Simbabwe zählt trotz landesweiter Bekämpfungsprogramme weiterhin zu den Ländern mit erheblicher Malarialast, weshalb Reisende in die Tieflandregionen unbedingt vorsorgen sollten. Einen Überblick über die betroffenen Zonen bietet unsere Seite zu den Malaria-Risikogebieten.

Besteht an den Victoriafällen ein Risiko?

Ja, an den Victoriafällen (Victoria Falls) besteht ein relevantes Malariarisiko. Die weltberühmten Wasserfälle liegen im tief gelegenen Nordwesten am Sambesi – also genau in einer der Zonen mit hohem Risiko. Der Fluss und die feuchte Sprühzone bieten den Anopheles-Mücken ideale Brutbedingungen. Da die Victoriafälle das mit Abstand beliebteste Reiseziel Simbabwes sind und häufig mit Safaris im Sambesi-Tal, im Hwange-Nationalpark oder mit dem benachbarten Sambia und Botsuana kombiniert werden, ist gerade hier Vorsicht geboten. Für einen Aufenthalt an den Victoriafällen und im umliegenden Tiefland wird in der Risikosaison in der Regel eine medikamentöse Vorbeugung empfohlen. Kombinieren Sie diese immer mit konsequentem Mückenschutz, denn kein Medikament schützt zu 100 Prozent.

Wann ist das Risiko am höchsten?

Das Malariarisiko in Simbabwe ist am höchsten in und kurz nach der Regenzeit, die etwa von November bis Juni reicht. In dieser warmen, feuchten Phase vermehren sich die stehenden Gewässer und damit die Brutplätze der Mücken stark, sodass die Übertragung im Tiefland deutlich zunimmt. Im Sambesi-Tal kann das Risiko sogar ganzjährig bestehen. In der trockenen, kühleren Jahreszeit von etwa Juli bis Oktober sinkt das Risiko in vielen Regionen spürbar, verschwindet in den klassischen Risikogebieten aber nicht vollständig. Für Harare und das zentrale Hochland gilt auch in der Regenzeit ein sehr geringes bis kein Risiko. Planen Sie eine Reise in Tieflandgebiete während der Regenzeit, sollten Sie den Malariaschutz besonders ernst nehmen.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Simbabwe?

Das hängt von Reiseziel und Reisezeit ab. Für Aufenthalte an den Victoriafällen, im Sambesi-Tal und im Tiefland während der Risikosaison wird üblicherweise eine durchgehende Chemoprophylaxe empfohlen. Wer ausschließlich Harare und das Hochland bereist, benötigt in der Regel keine medikamentöse Vorbeugung, sollte aber konsequenten Mückenschutz betreiben. Für Reisen in Gebiete mit niedrigerem oder mittlerem Risiko kann statt der durchgehenden Einnahme auch ein Notfall- beziehungsweise Standby-Medikament sinnvoll sein, das nur bei Krankheitsverdacht und fern jeder ärztlichen Versorgung eingenommen wird. Welche Strategie für Sie passt, hängt von Ihrer genauen Route, der Reisedauer und Ihrer Gesundheit ab. Lassen Sie sich deshalb rechtzeitig – idealerweise vier bis sechs Wochen vor Abreise – in einer reisemedizinischen Sprechstunde individuell beraten. Details zur Vorbeugung finden Sie unter Malaria-Vorbeugung.

Welches Medikament wird empfohlen?

Für Simbabwe stehen als Prophylaxe vor allem zwei bewährte Wirkstoffkombinationen zur Verfügung: Atovaquon-Proguanil und Doxycyclin. Beide sind gegen den in Simbabwe dominierenden Erreger Plasmodium falciparum wirksam. Atovaquon-Proguanil wird häufig wegen der guten Verträglichkeit und der kurzen Nacheinnahmezeit gewählt, Doxycyclin ist eine kostengünstige, langjährig erprobte Alternative, die von der WHO ebenfalls empfohlen wird. Welches Präparat sich eignet und wie lange es eingenommen werden muss, unterscheidet sich je nach Person und Reiseverlauf. Diese Seite nennt bewusst keine individuellen Dosierungen. Die konkrete Auswahl und Verordnung gehört in ärztliche Hände. Einen neutralen Überblick über die verfügbaren Wirkstoffe bietet unsere Seite zu den Prophylaxe-Medikamenten.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Der Schutz vor Mückenstichen ist die Grundlage jeder Malariavorbeugung – unabhängig davon, ob Sie Medikamente einnehmen. Die übertragenden Anopheles-Mücken stechen vor allem in der Dämmerung und nachts. Tragen Sie am Abend lange, helle Kleidung, verwenden Sie ein Mückenschutzmittel mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin auf unbedeckter Haut und schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz oder in klimatisierten, gut abgeschirmten Räumen. Auf Safari im Sambesi-Tal oder an den Victoriafällen ist dieser Schutz besonders wichtig. Achten Sie auch nach der Rückkehr auf Ihren Körper: Tritt innerhalb von Wochen bis Monaten Fieber auf, suchen Sie umgehend einen Arzt auf und weisen Sie auf die Simbabwe-Reise hin. Mehr dazu lesen Sie auf unseren Seiten zur Malaria-Vorbeugung und zu den Symptomen.

Häufige Fragen zu Malaria in Simbabwe

Braucht man für die Victoriafälle Malariaprophylaxe?

In der Regel ja. Die Victoriafälle liegen im tief gelegenen Nordwesten am Sambesi und gehören zu den Gebieten mit hohem Risiko. Für einen Aufenthalt dort wird in der Risikosaison meist eine medikamentöse Vorbeugung empfohlen, kombiniert mit konsequentem Mückenschutz. Die endgültige Entscheidung sollte reisemedizinisch abgestimmt werden.

Ist Harare ein Malariagebiet?

Harare liegt auf dem zentralen Hochland (Highveld) in über 1.400 Metern Höhe und gilt als risikoarm bis risikofrei. Für einen reinen Aufenthalt in der Hauptstadt ist normalerweise keine Chemoprophylaxe nötig. Grundlegender Mückenschutz bleibt dennoch empfehlenswert, besonders wenn Sie anschließend ins Tiefland reisen.

Kann ich mich trotz Prophylaxe mit Malaria anstecken?

Ja. Keine Prophylaxe bietet hundertprozentigen Schutz. Deshalb sind Mückenschutz und Wachsamkeit auch bei Medikamenteneinnahme unverzichtbar. Tritt nach der Reise Fieber auf, sollten Sie umgehend ärztlichen Rat suchen und die Simbabwe-Reise erwähnen, da Malaria tropica rasch behandelt werden muss.

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Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Malariaschutz hängt von Reiseziel, Reisezeit und persönlichen Gesundheitsfaktoren ab. Lassen Sie sich vor der Reise reisemedizinisch beraten und nennen Sie im Krankheitsfall stets Ihre Reise nach Simbabwe.