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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Sri Lanka? Malariafrei – aber Dengue beachten

Sri Lanka ist seit 2016 von der WHO offiziell als malariafrei zertifiziert. Seither gibt es keine einheimische Übertragung mehr, für Reisende besteht kein Malariarisiko und eine Malariaprophylaxe ist nicht nötig. Wichtig bleibt jedoch der Schutz vor Dengue-Fieber, das landesweit durch tagaktive Mücken übertragen wird.

Malaria-RisikoKein Risiko (malariafrei)
WHO-StatusMalariafrei seit 2016 (zertifiziert)
MalariaprophylaxeNicht nötig – auch keine Notfallmedikation
Wichtigster MückenschutzKonsequenter Schutz gegen Dengue (auch tagsüber)
Weitere MückenkrankheitenDengue-Fieber landesweit verbreitet

Gibt es in Sri Lanka Malaria?

Nein. Sri Lanka gilt seit 2016 als malariafrei und stellt für Reisende kein Malariagebiet dar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Land im September 2016 offiziell als malariafrei zertifiziert. Seit Oktober 2012 wurde kein einziger einheimisch übertragener Malariafall mehr registriert – ein bemerkenswerter Erfolg für ein Land, das über Jahrzehnte stark von Malaria betroffen war. Wer heute nach Sri Lanka reist, kann sich also nicht innerhalb des Landes mit Malaria anstecken. Ein rein theoretisches Restrisiko besteht nur durch eingeschleppte (importierte) Fälle, meist bei Rückkehrern oder Zuwandernden aus Indien, Pakistan oder afrikanischen Ländern. Für Urlauberinnen und Urlauber hat dieses Restrisiko keine praktische Bedeutung. Sri Lanka ist damit eines der beliebtesten tropischen Reiseziele, bei dem man sich um Malaria keine Sorgen machen muss. Anders sieht es bei vielen Nachbarregionen aus – einen Überblick über tatsächlich betroffene Länder finden Sie unter Malaria-Risikogebiete.

Warum gilt Sri Lanka als malariafrei?

Sri Lanka hat die Malaria durch ein konsequentes, jahrzehntelanges Bekämpfungsprogramm vollständig eliminiert. Grundlage der WHO-Zertifizierung ist der Nachweis, dass über mindestens drei aufeinanderfolgende Jahre keine einheimische Übertragung mehr stattgefunden hat und dass ein funktionierendes Überwachungssystem eingeschleppte Fälle sofort erkennt und behandelt. Bereits um 2006 lag die Zahl der jährlichen Fälle unter 1.000, ab Oktober 2012 gab es keine lokal erworbenen Infektionen mehr. Wichtige Bausteine des Erfolgs waren eine flächendeckende Mückenbekämpfung, eine schnelle Diagnostik, die kostenlose Behandlung aller Fälle sowie ein engmaschiges Monitoring – selbst während des Bürgerkriegs. Um den Status zu halten, betreibt Sri Lanka bis heute eine „Prevention of Re-establishment“-Strategie: Reisende und Zuwandernde aus Malariagebieten werden überwacht, importierte Fälle jährlich im niedrigen dreistelligen Bereich schnell isoliert und behandelt, damit die überträgerfähigen Mücken die Erreger nicht wieder verbreiten können.

Brauche ich für Sri Lanka eine Malariaprophylaxe?

Nein – für Sri Lanka ist weder eine medikamentöse Malariaprophylaxe noch eine Notfall-Selbstbehandlung (Stand-by) erforderlich. Da kein Übertragungsrisiko besteht, empfehlen deutsche und österreichische Tropeninstitute sowie das Centrum für Reisemedizin (CRM) übereinstimmend, auf Malariatabletten zu verzichten. Das erspart Ihnen unnötige Medikamenteneinnahmen und mögliche Nebenwirkungen. Prophylaxe-Präparate wie Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin oder Mefloquin – die für echte Malariagebiete gedacht sind – müssen Sie für Sri Lanka nicht mitnehmen. Wenn Sie im selben Urlaub weitere Ziele ansteuern (etwa Teile Indiens), lohnt jedoch ein Blick auf die jeweiligen Bestimmungen; einen Überblick über gängige Präparate bietet die Seite Prophylaxe-Medikamente. Ein sinnvoller Vorbehalt bleibt: Sollten Sie während oder nach der Reise unklares Fieber entwickeln, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über den Sri-Lanka-Aufenthalt, damit eine Malaria (etwa aus einem vorher bereisten Land) sicher ausgeschlossen werden kann.

Was ist mit Dengue-Fieber?

Dengue-Fieber ist in Sri Lanka die medizinisch relevanteste durch Mücken übertragene Erkrankung und landesweit weit verbreitet. Anders als Malaria wird Dengue von der tagaktiven Aedes-Mücke übertragen, die besonders in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden sticht – auch in Städten und Küstenorten. Sri Lanka verzeichnet regelmäßig große Ausbrüche: 2025 wurden rund 50.000 Fälle gemeldet, und allein bis Mitte 2026 registrierten die Behörden über 35.000 Infektionen mit mehreren Todesfällen. Betroffen ist vor allem der dicht besiedelte Westen rund um Colombo. Dengue verläuft meist mit hohem Fieber, starken Glieder- und Kopfschmerzen sowie Hautausschlag; in seltenen, schweren Verläufen kann es lebensbedrohlich werden. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht, weshalb der konsequente Mückenschutz die wichtigste Vorsorge ist. Bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition kann eine Dengue-Impfung sinnvoll sein – das sollten Sie individuell reisemedizinisch abklären lassen. Grundlegende Hinweise finden Sie auch unter Mückenschutz & Vorbeugung.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Konsequente Expositionsprophylaxe rund um die Uhr ist in Sri Lanka der entscheidende Schutz – vor allem gegen Dengue. Da die Aedes-Mücke tagsüber sticht, reicht Schutz allein in der Nacht nicht aus. Bewährt haben sich:

  • Auftragen eines wirksamen Mückenschutzmittels (Repellent mit DEET oder Icaridin) auf alle unbedeckten Hautstellen, tagsüber wie abends
  • Helle, lange und locker sitzende Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt
  • Übernachtung in mückensicheren Räumen mit Klimaanlage, Fliegengittern oder imprägniertem Moskitonetz
  • Vermeiden von stehendem Wasser in der Umgebung der Unterkunft, da sich dort Mückenlarven entwickeln

Diese Maßnahmen schützen zugleich vor weiteren durch Mücken übertragenen Krankheiten. Die Symptome eines Dengue-Fiebers ähneln denen anderer Tropenkrankheiten – welche Warnzeichen ernst zu nehmen sind, lesen Sie unter Symptome.

Weitere Gesundheitstipps

Neben dem Mückenschutz sollten Reisende einige Standardimpfungen und Hygieneregeln beachten. Tropen- und reisemedizinische Einrichtungen empfehlen für Sri Lanka in der Regel einen Impfschutz gegen Hepatitis A und – je nach Reisestil – Typhus. Bei Rundreisen, Aufenthalten in ländlichen Gebieten oder engem Tierkontakt kommen Tollwut (hohes Risiko durch streunende Hunde und Affen) sowie bei längeren Aufenthalten in ländlichen Regionen die Japanische Enzephalitis in Betracht. Achten Sie außerdem auf sichere Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene, um Durchfallerkrankungen vorzubeugen: nur abgekochtes oder abgepacktes Wasser trinken, auf Eiswürfel verzichten und Speisen möglichst frisch und durchgegart verzehren. Eine individuelle reisemedizinische Beratung – idealerweise vier bis sechs Wochen vor Abreise – ist empfehlenswert, um den Impfschutz auf Ihre persönliche Route und Ihren Gesundheitszustand abzustimmen.

Häufige Fragen zu Malaria in Sri Lanka

Ist Sri Lanka wirklich malariafrei?

Ja. Die WHO hat Sri Lanka 2016 offiziell als malariafrei zertifiziert. Seit 2012 gab es keine einheimische Übertragung mehr. Für Reisende besteht kein Malariarisiko; lediglich vereinzelte importierte Fälle werden vom Gesundheitssystem überwacht und behandelt.

Ist Dengue gefährlicher als Malaria auf Sri Lanka?

Da es in Sri Lanka keine Malaria mehr gibt, ist Dengue-Fieber dort tatsächlich das relevantere Risiko. Dengue ist landesweit verbreitet und kann in seltenen Fällen schwer verlaufen. Konsequenter Mückenschutz – auch tagsüber – ist deshalb die wichtigste Vorsorgemaßnahme für Ihre Reise.

Muss ich nach der Rückkehr aus Sri Lanka auf Malaria testen lassen?

Ein routinemäßiger Malariatest ist nicht nötig, da Sri Lanka malariafrei ist. Entwickeln Sie jedoch nach der Reise unklares Fieber – besonders wenn Sie zusätzlich andere Länder bereist haben –, sollten Sie ärztlichen Rat suchen und den Aufenthalt erwähnen, damit tropische Erkrankungen abgeklärt werden können.

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Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Lassen Sie sich vor Ihrer Reise individuell tropen- oder reisemedizinisch beraten, insbesondere zu Impfungen und Mückenschutz. Die Angaben geben den Stand 2026 wieder; Gesundheitslage und Empfehlungen können sich ändern.