Reiseland prüfen
StartMalaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht › Malaria in Südafrika: Krüger, Kapstadt & Prophylaxe
Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Südafrika: Krüger, Kapstadt & Prophylaxe

In Südafrika besteht Malaria-Risiko nur regional und saisonal: betroffen sind vor allem der Krüger-Nationalpark und der tiefliegende Nordosten (Limpopo, Mpumalanga, Norden von KwaZulu-Natal). Kapstadt, die Garden Route, die Kap-Weinregion und der Großteil des Landes gelten als malariafrei. Das Risiko ist in der warmen Regenzeit (etwa September bis Mai) am höchsten.

Malaria-RisikoRegional und saisonal begrenzt; landesweit gering, in den nordöstlichen Grenzregionen mittel bis hoch
RisikogebieteKrüger-Nationalpark und angrenzende Parks; tiefer gelegene Teile von Limpopo (Lowveld, Grenze zu Simbabwe/Mosambik) und Mpumalanga; Nordosten von KwaZulu-Natal (Maputaland)
Malariafreie GebieteKapstadt, Garden Route, Kap-Weinregion (Stellenbosch, Franschhoek, Paarl), Ostkap-Wildparks (Addo, Shamwari) sowie der Großteil des Landes
Saison mit höchstem RisikoWarme Regenzeit ca. September/Oktober bis Mai, Spitze im Hochsommer (Januar/Februar); Juni bis August deutlich geringer
Empfohlener SchutzKonsequenter Mückenschutz; je nach Region und Saison medikamentöse Chemoprophylaxe (Hochrisikozeit) oder Notfallmedikament zur Selbstbehandlung (Standby) – reisemedizinische Beratung entscheidend
HaupterregerPlasmodium falciparum (Malaria tropica), die gefährlichste Form
Weitere MückenkrankheitenVereinzelt Chikungunya und Dengue-Fieber möglich; landesweit gilt konsequenter Mückenschutz als sinnvoll

Gibt es in Südafrika Malaria?

Ja, aber nur in einem klar abgegrenzten Teil des Landes. Südafrika ist überwiegend malariafrei – das Risiko konzentriert sich auf die tief gelegenen, warmen Regionen im äußersten Nordosten an den Grenzen zu Mosambik, Simbabwe und Eswatini. Dazu zählt vor allem der berühmte Krüger-Nationalpark. Übertragen wird die Krankheit durch nachtaktive Anopheles-Mücken. Der Haupterreger ist Plasmodium falciparum, der Auslöser der lebensgefährlichen Malaria tropica – ein weiterer Grund, das Risiko im Nordosten ernst zu nehmen. Erfreulich ist der Trend: Die Zahl gemeldeter Fälle in den drei endemischen Provinzen ist von rund 14.800 (2015) auf etwa 3.600 (2025) gesunken, was einem Rückgang von etwa 75 Prozent entspricht. Südafrika verfolgt aktiv das Ziel der Malaria-Elimination. Einen Überblick über weltweite Malaria-Risikogebiete finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Welche Regionen sind betroffen (Krüger) und welche malariafrei (Kapstadt)?

Das Malaria-Risiko beschränkt sich auf den Nordosten des Landes. Betroffen sind der Krüger-Nationalpark und die angrenzenden privaten Wildreservate, die tiefer gelegenen Teile der Provinz Limpopo (das Lowveld sowie die Grenzregionen zu Simbabwe und Mosambik), der Nordosten und Osten von Mpumalanga sowie der Nordosten von KwaZulu-Natal rund um das Maputaland an der Grenze zu Mosambik. In diesen Gebieten sollten Reisende Vorsorge treffen.

Der weitaus größte Teil Südafrikas ist dagegen malariafrei: Kapstadt, die gesamte Garden Route, die Kap-Weinregion um Stellenbosch, Franschhoek und Paarl sowie die Wildparks am Ostkap (etwa der Addo-Elefanten-Nationalpark, Shamwari oder Schotia). Wer eine klassische Kapstadt-Garden-Route-Rundreise unternimmt und keinen Abstecher in den Nordosten plant, benötigt in der Regel keine Malaria-Vorsorge. Da es innerhalb einer Reise sowohl malariafreie als auch betroffene Abschnitte geben kann, sollte die Route bei der reisemedizinischen Beratung genau besprochen werden.

Spielt die Reisezeit eine Rolle?

Ja, die Reisezeit ist sogar entscheidend. Das Malaria-Risiko ist stark saisonabhängig und folgt der Regen- und Wärmeperiode. In der warmen, feuchten Sommerzeit von etwa September/Oktober bis Mai vermehren sich die Anopheles-Mücken besonders stark – die Ansteckungsgefahr in den Risikogebieten ist dann am höchsten, mit einem Höhepunkt im Hochsommer (Januar und Februar). Nach starken Regenfällen können die Fallzahlen zusätzlich ansteigen.

In den kühleren, trockenen Wintermonaten von Juni bis August/September sinkt das Übertragungsrisiko in denselben Gebieten deutlich ab. Diese Zeit gilt zugleich als beste Reisezeit für Safaris im Krüger-Nationalpark, da sich die Tiere an den Wasserstellen konzentrieren. Aus diesem saisonalen Muster ergibt sich unmittelbar die Empfehlung zum passenden Schutz – eine Malaria-Vorbeugung richtet sich in Südafrika immer nach Region und Reisemonat.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Südafrika?

Das hängt davon ab, wohin und wann Sie reisen – eine pauschale Antwort gibt es nicht. Für eine reine Aufenthaltsdauer in malariafreien Regionen wie Kapstadt, der Garden Route oder der Weinregion ist keine medikamentöse Vorsorge nötig. Wer dagegen den Krüger-Nationalpark oder den Nordosten besucht, sollte sich schützen – wie intensiv, richtet sich nach der Saison:

  • Hochrisikozeit (ca. September/Oktober bis Mai): In dieser Phase wird für einen Aufenthalt in den Risikogebieten eine medikamentöse Chemoprophylaxe empfohlen, also die durchgehende vorbeugende Einnahme eines Malariamittels.
  • Niedrigrisikozeit (ca. Juni bis August): Hier gilt das Mitführen eines Standby-Notfallmedikaments zur Selbstbehandlung meist als ausreichend, ergänzt durch konsequenten Mückenschutz.

Welche Variante für Ihre konkrete Reise passt, sollte unbedingt vor Abreise mit einem reisemedizinisch oder tropenmedizinisch erfahrenen Arzt geklärt werden. Achten Sie auch auf mögliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen – sie können noch Wochen nach der Rückkehr auftreten und müssen sofort ärztlich abgeklärt werden.

Welches Medikament – Prophylaxe oder Standby?

Sowohl für die Chemoprophylaxe als auch als Standby-Notfallmedikament kommt in Südafrika häufig die Kombination Atovaquon-Proguanil (bekannt als Malarone und zahlreiche Generika) zum Einsatz. Sie ist gut verträglich und gegen Plasmodium falciparum wirksam. Als Alternativen für die Dauerprophylaxe werden je nach Verträglichkeit und Reiseprofil unter anderem Doxycyclin oder in Ausnahmefällen Mefloquin genutzt. Einen Überblick über die verfügbaren Prophylaxe-Medikamente und ihre Anwendungsprinzipien finden Sie auf unserer Medikamentenseite.

Der grundsätzliche Unterschied: Die Chemoprophylaxe wird schon vor, während und nach dem Aufenthalt regelmäßig eingenommen und verhindert den Ausbruch. Das Standby-Präparat wird dagegen nur im Notfall eingenommen – wenn im Risikogebiet fern jeder ärztlichen Versorgung Malaria-Symptome auftreten und kein Arzt erreichbar ist. Es ersetzt keine ärztliche Behandlung, sondern überbrückt die Zeit bis dahin. Wichtig: Diese Seite nennt bewusst keine individuellen Dosierungen. Präparat, Dosis und Einnahmeschema legt ausschließlich der behandelnde Arzt nach persönlicher Beratung fest.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Der beste Schutz ist, gar nicht erst gestochen zu werden – denn kein Medikament bietet einen hundertprozentigen Schutz. Die übertragende Anopheles-Mücke ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Die wichtigsten Maßnahmen zur Expositionsprophylaxe:

  • Am Abend und in der Nacht lange, helle und möglichst weite Kleidung tragen (Arme und Beine bedecken).
  • Unbedeckte Hautstellen mit einem wirksamen Mückenschutzmittel (Repellent, z. B. auf Basis von DEET oder Icaridin) einreiben und regelmäßig erneuern.
  • Unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen, sofern der Schlafraum nicht mückensicher klimatisiert oder vergittert ist.
  • Räume mit Insektensprays oder Verdampfern mückenfrei halten und Fenster nach Einbruch der Dunkelheit geschlossen halten.

Dieser Mückenschutz senkt zugleich das Risiko für andere durch Mücken übertragene Krankheiten wie Dengue-Fieber oder Chikungunya und ist deshalb auch in malariafreien Regionen sinnvoll.

Häufige Fragen zu Malaria in Südafrika

Ist Kapstadt malariafrei?

Ja. Kapstadt gilt zusammen mit der Garden Route und der Kap-Weinregion als malariafrei. Für einen Aufenthalt in dieser Region ist keine Malariaprophylaxe erforderlich. Das Malaria-Risiko in Südafrika beschränkt sich auf den tief gelegenen Nordosten des Landes.

Ist der Krüger-Nationalpark ein Malariagebiet?

Ja. Der Krüger-Nationalpark und die angrenzenden Wildreservate liegen im Malaria-Risikogebiet. Wie intensiv der Schutz ausfallen sollte, hängt von der Reisezeit ab: In der warmen Regenzeit (etwa September bis Mai) wird meist eine Chemoprophylaxe empfohlen, in den trockenen Wintermonaten (Juni bis August) genügt oft ein Standby-Notfallmedikament. Eine reisemedizinische Beratung vor Abreise ist ratsam.

Zu welcher Jahreszeit ist das Risiko am höchsten?

Das höchste Risiko besteht in der warmen, feuchten Sommerzeit von etwa September/Oktober bis Mai, mit einer Spitze im Hochsommer (Januar und Februar). In den kühlen, trockenen Wintermonaten von Juni bis August sinkt die Ansteckungsgefahr in den Risikogebieten deutlich.

Reise nach Südafrika finden

Angebote vergleichen · in Kooperation mit reise.de

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie nennt bewusst keine individuellen Dosierungen. Ob und welche Malaria-Vorsorge für Ihre konkrete Reise sinnvoll ist, hängt von Reiseroute, Reisezeit, Aufenthaltsdauer und Ihrer persönlichen Gesundheit ab. Lassen Sie sich rechtzeitig vor Abreise von einem reisemedizinisch oder tropenmedizinisch erfahrenen Arzt beraten.