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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Suriname? Seit 2025 malariafrei

Suriname gilt als malariafrei: Im Juni 2025 zertifizierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das südamerikanische Land offiziell als frei von Malaria – als erstes Land im Amazonasraum überhaupt. Eine Malariaprophylaxe ist für Reisen nach Suriname daher nicht mehr erforderlich. Wichtig bleibt der allgemeine Mückenschutz, denn andere von Mücken übertragene Krankheiten wie Denguefieber kommen weiterhin vor.

Malaria-StatusMalariafrei – WHO-zertifiziert im Juni 2025
Letzte einheimischen FälleP. falciparum 2018, P. vivax 2021
Historisches RisikogebietBewaldetes Landesinnere (Amazonasregion); Küste bereits seit 1968 frei
MalariaprophylaxeNicht erforderlich
Weiterhin relevantDenguefieber, Chikungunya, Zika; Gelbfieberimpfung empfohlen
RestrisikoWiedereinschleppung aus stärker betroffenen Nachbarländern

Ist Suriname malariafrei?

Ja. Im Juni 2025 erklärte die WHO Suriname offiziell für malariafrei. Das Land ist damit das erste im gesamten Amazonasraum, das diese Auszeichnung erhält – ein bemerkenswerter Erfolg in einer Region, die weltweit zu den historischen Schwerpunkten der Malaria zählt. Die Zertifizierung erfolgt erst, wenn ein Land über mindestens drei aufeinanderfolgende Jahre nachweist, dass die einheimische Übertragung unterbrochen ist.

Für Reisende bedeutet das eine spürbare Erleichterung: Wo früher für den Besuch des Regenwald-Hinterlands eine medikamentöse Vorbeugung nötig war, ist heute keine Malariaprophylaxe mehr erforderlich. Wie sich die Lage weltweit darstellt, zeigt unsere Übersicht der Malaria-Risikogebiete und der Hub Malaria in Lateinamerika.

Wie wurde das Land malariafrei?

Historisch war Malaria in Suriname vor allem im dünn besiedelten, bewaldeten Landesinneren ein Problem, wo indigene und maroonische Dorfgemeinschaften betroffen waren. Die dicht besiedelte Küste rund um die Hauptstadt Paramaribo galt dagegen bereits seit 1968 als frei – ein früher Erfolg gezielter Bekämpfungsmaßnahmen.

In den folgenden Jahrzehnten gelang es durch konsequente Diagnostik, Behandlung und Mückenbekämpfung, die Übertragung im ganzen Land zu unterbrechen. Der letzte im Land erworbene Fall der gefährlichen Form (Plasmodium falciparum) wurde 2018 registriert, der letzte Fall der Form Plasmodium vivax 2021. Damit war der Weg zur Zertifizierung frei.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Suriname?

Nein. Da Suriname als malariafrei gilt, ist keine medikamentöse Vorbeugung mehr nötig – weder für die Küste noch für das Landesinnere. Das erspart Reisenden die Einnahme von Tabletten und mögliche Nebenwirkungen.

Zu beachten ist allerdings ein Restrisiko: Weil einige Nachbarländer wie Französisch-Guayana, Guyana und Brasilien weiterhin Malariagebiete sind, besteht die Gefahr einzelner eingeschleppter Fälle. Suriname überwacht die Lage deshalb weiter engmaschig. Sollten Sie nach einer Reise durch mehrere südamerikanische Länder Fieber entwickeln, ist dennoch an Malaria zu denken – mehr dazu unter Symptome. Grundsätzliche Prinzipien des Schutzes erklärt die Seite zur Vorbeugung.

Welche Gesundheitsrisiken bleiben?

Malariafrei heißt nicht mückenfrei. In Suriname kommen weiterhin von Mücken übertragene Krankheiten vor, allen voran das Denguefieber, dazu Chikungunya und Zika. Deren Überträgermücken sind tagaktiv, weshalb ein guter Mückenschutz auch tagsüber sinnvoll bleibt – lange Kleidung und Mittel mit DEET oder Icaridin.

Da Suriname im Gelbfiebergebiet liegt, wird zudem eine Gelbfieberimpfung empfohlen; bei Einreise aus bestimmten Ländern kann sie vorgeschrieben sein. Klären Sie Ihren Impfschutz und die aktuellen Einreisebestimmungen rechtzeitig in einer reisemedizinischen Beratung. Eine Übersicht möglicher Reiseziele bietet unser Hub Malaria in Lateinamerika.

Häufige Fragen zu Malaria in Suriname

Muss ich für Suriname noch Malariatabletten nehmen?

Nein. Seit der WHO-Zertifizierung im Juni 2025 gilt Suriname als malariafrei, eine Prophylaxe ist nicht mehr erforderlich. Ein allgemeiner Mückenschutz gegen Dengue und andere Krankheiten bleibt aber ratsam.

Seit wann ist Suriname malariafrei?

Die WHO erklärte Suriname im Juni 2025 offiziell für malariafrei. Die letzten im Land erworbenen Fälle wurden 2018 (P. falciparum) und 2021 (P. vivax) verzeichnet.

Kann Malaria zurückkehren?

Ein Restrisiko besteht durch eingeschleppte Fälle aus stärker betroffenen Nachbarländern. Suriname überwacht die Lage deshalb weiter. Für Reisende ändert das nichts an der Entwarnung, ein Bewusstsein für Fieber nach Tropenreisen bleibt aber sinnvoll.

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Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nehmen Sie vor der Reise eine persönliche reisemedizinische Beratung wahr, um Impfschutz und aktuelle Einreisebestimmungen auf Ihre Reiseroute und Ihre Gesundheit abzustimmen.