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Malaria-Risikogebiete: Länder-Übersicht

Malaria in Togo: Risiko, Gelbfieber & Prophylaxe

In Togo besteht ganzjährig und landesweit ein hohes Malariarisiko – auch in der Hauptstadt Lomé und an der Atlantikküste. Über 99 Prozent der Fälle gehen auf den gefährlichen Erreger Plasmodium falciparum zurück. Neben konsequentem Mückenschutz ist eine medikamentöse Chemoprophylaxe dringend anzuraten; bei der Einreise gilt zudem eine Gelbfieber-Impfpflicht.

Malaria-RisikoHoch, ganzjährig
VerbreitungLandesweit, inkl. Lomé und Küste
Risikoärmere GebieteKeine – das gesamte Land gilt als Hochrisikogebiet
SaisonGanzjährig, verstärkt in der Regenzeit (April–Oktober)
Empfohlener SchutzMückenschutz plus Chemoprophylaxe (zwingend)
HaupterregerPlasmodium falciparum (über 99 %)
PflichtimpfungGelbfieber bei Einreise (außer Kinder unter 9 Monaten)

Gibt es in Togo Malaria?

Ja. In Togo besteht ein ganzjährig hohes Malariarisiko im gesamten Land – ohne Ausnahme. Das kleine westafrikanische Land zwischen Ghana und Benin liegt vollständig in einer Zone mit sehr intensiver, stabiler Übertragung. Anders als in manchen Reiseländern gibt es in Togo keine Höhenlagen oder Trockenzonen, die als weitgehend malariafrei gelten könnten. Das Risiko umfasst ausdrücklich auch die Hauptstadt Lomé und die dicht besiedelte Atlantikküste, in der sich der Großteil des Reiseverkehrs abspielt. Togo zählt damit zu den Malaria-Risikogebieten mit dem höchsten Gefährdungsgrad weltweit. Wer nach Togo reist – ob als Tourist, beruflich oder zu Familienbesuchen –, sollte die Erkrankung ernst nehmen und sich rechtzeitig vor Abreise reisemedizinisch beraten lassen.

Wie hoch ist das Risiko?

Das Malariarisiko in Togo ist hoch und besteht das ganze Jahr über. Über 99 Prozent der Infektionen werden durch Plasmodium falciparum verursacht, den Erreger der Malaria tropica – der gefährlichsten und potenziell tödlichen Verlaufsform. In dieser Region Westafrikas ist die Übertragungsintensität besonders hoch: Die übertragenden Anopheles-Mücken sind ganzjährig aktiv, mit einem deutlichen Anstieg während der Regenzeit von April bis Oktober, wenn stehende Gewässer zahlreiche Brutplätze bieten. Eine unbehandelte Malaria tropica kann innerhalb weniger Tage lebensbedrohlich werden. Da bereits ein einziger infizierter Mückenstich ausreicht, gibt es keinen Aufenthalt in Togo, der als „risikofrei“ gelten kann – auch kurze Reisen oder Aufenthalte in der Stadt bergen ein reales Erkrankungsrisiko.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Togo?

Ja – für Togo wird eine medikamentöse Chemoprophylaxe dringend empfohlen und ist bei Reisen ins Landesinnere und an die Küste faktisch zwingend. Angesichts des ganzjährig hohen Risikos durch P. falciparum raten die deutschen Tropeninstitute und das Centrum für Reisemedizin (CRM) zu einer vorbeugenden Tabletteneinnahme über die gesamte Aufenthaltsdauer. Die Chemoprophylaxe ergänzt den Mückenschutz, ersetzt ihn aber nicht: Beide Bausteine gehören zusammen. Welches Präparat für Sie infrage kommt, hängt von individuellen Faktoren wie Reisedauer, Vorerkrankungen, Begleitmedikation und Verträglichkeit ab. Diese Entscheidung gehört ausschließlich in ärztliche Hände. Ausführliche Hintergründe finden Sie auf unseren Seiten zur Malaria-Vorbeugung und zu den Prophylaxe-Medikamenten. Vereinbaren Sie den Beratungstermin idealerweise rund sechs Wochen vor Abreise.

Welches Medikament wird empfohlen?

Für Togo empfehlen die reisemedizinischen Fachstellen in erster Linie Atovaquon-Proguanil (bekannt unter dem Handelsnamen Malarone). Als gleichwertige Alternative gilt Doxycyclin. Beide Wirkstoffe sind gegen den in Togo dominierenden Erreger P. falciparum gut wirksam. Welches Präparat im Einzelfall am besten geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt anhand Ihres persönlichen Gesundheitsprofils. Wir nennen an dieser Stelle bewusst keine individuellen Dosierungen oder Einnahmeschemata – diese unterscheiden sich je nach Präparat, Körpergewicht und Reiseverlauf und dürfen nur nach persönlicher reisemedizinischer Beratung festgelegt werden. Wichtig ist außerdem, die Prophylaxe wie ärztlich verordnet auch nach der Rückkehr fortzuführen, da die vorgeschriebene Nachlaufzeit je nach Medikament variiert.

Wie schütze ich mich vor Mückenstichen?

Der Schutz vor Stichen ist die erste und wichtigste Verteidigungslinie – unabhängig von der Chemoprophylaxe. Die übertragende Anopheles-Mücke sticht bevorzugt in der Dämmerung und nachts. Beachten Sie daher folgende Maßnahmen:

  • Tragen Sie ab der Abenddämmerung lange, helle und weite Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt.
  • Verwenden Sie auf unbedeckter Haut ein Repellent mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin und tragen Sie es regelmäßig nach.
  • Schlafen Sie unter einem mit Insektizid imprägnierten Moskitonetz, besonders wenn die Unterkunft nicht klimatisiert oder nicht mückensicher ist.
  • Bevorzugen Sie Räume mit funktionierenden Fliegengittern oder Klimaanlage.
  • Behandeln Sie Kleidung und Netze bei längeren Aufenthalten zusätzlich mit einem Imprägniermittel.

Ein konsequenter Mückenschutz senkt nicht nur das Malariarisiko, sondern schützt zugleich vor anderen durch Mücken übertragenen Krankheiten wie Dengue-Fieber, das in Togo – unter anderem im Gesundheitsdistrikt Lomé – ebenfalls auftritt.

Weitere Gesundheitstipps

Neben der Malaria sollten Sie bei einer Reise nach Togo weitere Gesundheitsaspekte beachten. Die Gelbfieber-Impfung ist bei der Einreise verpflichtend und muss im internationalen Impfausweis nachgewiesen werden; ausgenommen sind lediglich Kinder unter neun Monaten. Darüber hinaus empfehlen das Auswärtige Amt und die Tropeninstitute, die Standardimpfungen gemäß STIKO-Kalender aufzufrischen sowie den Impfschutz gegen Hepatitis A und Typhus zu prüfen. Je nach Reiseart und Aufenthaltsdauer können zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken, Tollwut und Dengue-Fieber sinnvoll sein. Da Durchfallerkrankungen häufig durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel entstehen, gilt: Trinken Sie nur abgefülltes oder abgekochtes Wasser, verzichten Sie auf Eiswürfel und essen Sie nur gut durchgegartes oder selbst geschältes Obst und Gemüse. Achten Sie auf sorgfältige Handhygiene. Informieren Sie sich über die typischen Symptome der Malaria – insbesondere Fieber, das noch Wochen nach der Rückkehr auftreten kann und immer ärztlich abgeklärt werden muss.

Häufige Fragen zu Malaria in Togo

Ist die Küste rund um Lomé malariafrei?

Nein. Das Malariarisiko in Togo ist landesweit hoch und schließt die Hauptstadt Lomé sowie die gesamte Atlantikküste ausdrücklich mit ein. Es gibt in Togo keine als risikoärmer geltenden Gebiete.

Reicht bei einer kurzen Reise nach Togo der Mückenschutz allein?

Nein. Wegen des sehr hohen Übertragungsrisikos durch Plasmodium falciparum wird auch bei kurzen Aufenthalten zusätzlich zur medikamentösen Chemoprophylaxe geraten. Die endgültige Entscheidung trifft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt im Rahmen der reisemedizinischen Beratung.

Muss ich für Togo gegen Gelbfieber geimpft sein?

Ja. Bei der Einreise nach Togo ist eine gültige Gelbfieber-Impfung vorgeschrieben, ausgenommen sind nur Kinder unter neun Monaten. Der Nachweis erfolgt über den internationalen Impfausweis.

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Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche oder reisemedizinische Beratung. Wahl, Dosierung und Einnahmedauer eines Malariamedikaments müssen stets persönlich mit einer Ärztin oder einem Arzt abgestimmt werden. Bitte lassen Sie sich rechtzeitig – idealerweise etwa sechs Wochen vor Abreise – in einer reisemedizinischen Sprechstunde beraten.